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Ist Camping mit Kindern eine gute Idee?

An dieser Stelle schreiben Lisa Harmann und Katharina Nachtsheim abwechselnd rund ums Unterwegssein mit Kindern (und Mann). Heute fragt sich Lisa, ob Zelten mit Kindern so eine gute Idee ist – und was man tun kann, wenn’s auf einmal regnet

Von:
Lesezeit: 2 Minuten
Lisa Harmann und Katharina Nachtsheim

Camping? Damit hatte ich noch keine Erfahrung. Vor meinem geistigen Auge sah ich Plastikstühle und Feinrippunterhemden. Aber diese Klischees stachelten mich eher an, als eine Freundin fragte, ob ich Lust auf ein Fluchtwochenende hätte. Einfach mal raus mit den Kindern, rüber in die Niederlande, nur zwei Stunden entfernt. Was hätte ich zu verlieren?

Ich besorgte ein Zelt, entstaubte die Schlafsäcke und trug Klappstühle, Picknickdecken und Proviant zusammen. Meine zehnjährige Tochter und die achtjährigen Zwillingsjungs stritten heftig im Auto, draußen brannten 32 Grad. Als wir nach etlichen gegrölten Kinderschlagern unser Ziel erreichten, fanden wir kein sonderlich romantisches Ambiente vor, sondern eine abgelegene Wiese mit einer Hecke drumrum und einer Gemeinschaftsdusche. Ui. „Zum Glück nur drei Nächte“, beruhigte ich mich. Der Empfang der Zeltplatzbesitzerin war aber so warm wie der Kakao, den sie uns servierte. Meine Kinder zischten sofort ab wie Pfeile aus überspannten Bögen. Anders als in Hotels, wo der Urlaub auch schon mal mit „Psst“ und „Ssscht“ begann.

Während die Kinder den routinierten Camper-Kindern meiner Freundin beweisen wollten, dass auch sie das Zelt ohne Elternhilfe aufbauen können, frönten wir Großen dem Klischee und stießen mit Dosenbier an. Herrlich! Ich hatte Ruhe, und ich weiß nicht, wann den Kindern zuletzt so wenig langweilig war. Sie kannten nach einer Stunde alle Gleichaltrigen, abends taperten sie gemeinsam wie junge Wölfe durch die Gegend. Ich selbst suchte zwar später im Zelt gefühlt Stunden gebückt nach den Zahnbürsten. Aber wir hatten ja auch nichts anderes vor!

Wir kuschelten uns in unser Nest, lauschten noch eine Weile den Geräuschen draußen und fielen schließlich in einen tiefen Schlaf. Zum Frühstück gab es dann neben blauen Flecken, weil ich von der Isomatte auf ein paar Wurzeln gerollt war, köstliche Brötchen. Und die Erkenntnis, dass es nicht viel zum Glück brauchte. Unser Zelt hatte gerade mal 30 Euro gekostet, für seinen Zweck hat es völlig genügt. Dieser Ausflug erdete uns durch seine Ursprünglichkeit. Er bewies, dass wir nicht viel mehr brauchen als ein bisschen Zeltstoff – und uns.

5 Tipps, wenn Regen die Familie im Zelt gefangen hält

Mottoparty
Jemand sagt ein Jahrzehnt an, alle anderen verkleiden sich mit den vorhandenen Kleidungsstücken. Eine bauchfrei hochgekrempelte Regenjacke (neonfarben!) etwa sieht nach Loveparade 1999 aus.

Gut gegurgelt
Jeder sucht ein Instrument: Konserven werden zu Trommeln, Grashalme zu Pfeifen. Stimmen Sie ein Lied an, die anderen raten. Funktioniert auch mit Gurgeln: Versuchen Sie mal, mit Wasser im Mund zu singen.

Schattenspiele
Richten Sie das Licht einer Taschenlampe auf die Zeltplane, und spielen Sie mit den Schatten Ihrer Hände. Wer kann Adler oder Elefanten zum Leben erwecken? Die Tierparade erfreut auch Menschen vorm Zelt.

Such die Socke!
Knoten Sie eine Puppe aus Socken. Während die anderen mit geschlossenen Augen bis 20 zählen, verstecken Sie das Strumpfwesen irgendwo. Ganz leise! Jedes Geräusch kann Ihr Geheimnis verraten.

Rate-Rücken
Zeichnen Sie mit dem Finger Symbole oder Wörter auf den Rücken eines Mitspielers. Der muss erraten, was Sie mitteilen möchten. Schimpfwörter gelten nicht. Selbst wenn es schon lange regnet.

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