Warschau

Lebendig und grün, aber nie seine Historie vergessend: Die Stadt Warschau erzählt viele Geschichten. Traurige, aber auch mutmachende. Unterwegs in der polnischen Kapitale, die überdies für ihre vegane Küche bekannt ist

Die Stadt

Grüne Fakten über Warschau

Sie haben nur zwei Stunden

Ein Wochenende in Warschau

Tag 1: Königliche Wege, ausgezeichnete Küche

Starten Sie den Tag mit einem Frühstück in der „Hala Koszyki“. Die restaurierte Markthalle beherbergt diverse Restaurants und Stände aller Art, ein paar Läden und auch Kunstinstallationen, die besichtigt werden können. 

Anschließend streifen Sie durch die Gassen der Altstadt (Foto), die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Auf dem sogenannten Königsweg, einer historischen Route, gibt es viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu bewundern. Beginnen Sie am Königsschloss und besuchen Sie die Heiligkreuzkirche, in der sich das Herz von Frédéric Chopin befindet. 

Anschließend geht es weiter zum Nationalmuseum, um etwas über polnische Kunstgeschichte zu lernen. Wer gerne spaziert, kann die zehn Kilometer bis zum Wilanow-Palast, dem „Versailles Polens“ dann noch zu Fuß gehen. 

Am Chopin-Denkmal erklingt Klaviermusik

Alle anderen kehren zum Mittagessen in einem der traditionellen Restaurants der Altstadt für eine Portion Bigos oder Zurek, die saure Roggensuppe, ein. Danach geht es weiter in den Lazienki-Park, die größte Grünanlage der Stadt. Am dortigen Chopin-Denkmal spielen nicht selten Pianist:innen seine Stücke nach und geben Gratis-Klavierkonzerte.

Pflichtprogramm: Der Besuch des Museums des Warschauer Aufstandes, das die Geschichte des polnischen Widerstandes im Zweiten Weltkrieg erzählt.

Polnische Einflüsse im Sterne-Restaurant

Zum Abend sollten Sie einen Tisch im Nuta reservieren, dem einzigen Sterne-Restaurant der Stadt. Chefkoch Andrea Camastra kommt aus Apulien und hat eine Schwäche für asiatische Küche, auch die kulinarischen Einflüsse Polens finden sich in seiner experimentellen Küche wieder. Dazu hat Camastra Chemie studiert und ein eigenes Labor im Restaurant. Ebenfalls empfehlenswert: Das Bez Gwiazdek, in dem nordisch inspiriert und saisonal gekocht wird.

Wer danach noch das lebendige Nachtleben Polens kennenlernen möchte, beginnt in der legendären Bar Studio oder im Plan B, der wohl beliebtesten Bar der Stadt. Tanzen kann man im Luzztro oder im Smolna. Nun aber „Dobranoc“ – gute Nacht!

 

Tag 2: Auf der anderen Seite: Kunst, Vintage, Erinnerung

Den zweiten Tag in Warschau können Sie bei gutem Wetter mit einem Besuch des Frühstücksmarktes beginnen. Er findet immer wieder in anderen Grünanlagen fernab der touristischen Wege statt und wird vor allem von Einheimischen besucht. Man sitzt an Tischen oder wie beim Picknick auf den Boden und kann an verschiedenen Ständen Frühstücksgerichte aus allen möglichen Ländern kaufen. 

Gestärkt und bereichert um diese „Local-Erfahrung“ führt der Tag Sie nun auf die andere Seite der Weichsel, hinein ins Praga-Viertel. Einst als gefährliches Areal verrufen, haben sich inzwischen dort viele alternative Kunstgalerien wie die Galeria Wschodnia, Vintage-Läden und Kneipen angesiedelt. Es stehen demnach Bummeln, Staunen und Snacken auf der Tagesordnung, auch die Soho-Factory sollte nicht ausgelassen werden. 

Ein Museum voller Leuchtreklame

Unbedingt einen Besuch wert ist das Neon-Museum im gleichen Stadtteil. In einem ehemaligen Lagerhaus wird eine riesige Sammlung von Leuchtschildern aus der kommunistischen Ära präsentiert.

In einem kleinen Restaurant wie dem Skamiejka kann man ein spätes Mittagessen einnehmen oder aber direkt eines der traditionellen Schiffe, „Galar“ genannt, besteigen für eine kleine Passage über den Fluss. 

Museum der polnischen Jüdinnen und Juden

Alternativ besucht man das Museum „Polin“, das die Geschichte der Jüdinnen und Juden in Polen eindrucksvoll nacherzählt; in Warschau war schließlich vor dem Holocaust die größte jüdische Gemeinde Europas angesiedelt.

Den Abend können Sie beispielsweise im Restaurant Tel Aviv beschließen, in dem vegane und vegetarische moderne israelische Küche serviert wird. Oder aber Sie reservieren einen Tisch im elixir, das sich auf das Nationalgetränk Wodka spezialisiert hat und feine Küche rund um den klaren Schnaps kreiert.

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