Ruhrgebiet

Nirgendwo sonst sind Industriegeschichte, Kultur und grüne Oasen derart miteinander verwoben, vom Unesco-Welterbe Zollverein über den Landschaftspark Duisburg bis zu den legendären Fußballstadien

Tetraeder in Bottrop
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Nordsternpark in Gelsenkirchen

Fußballinteressierte haben Glück: Vom Hauptbahnhof in Gelsenkirchen fährt die Straßenbahnlinie 302 bis zur Veltins-Arena. Hinein in das Stadion, dessen Dach komplett geschlossen werden kann, kommt man nur am Spieltag oder im Rahmen einer Stadionführung. Aber für viele Fußballfans ist auch ein Besuch im Schalke-04-Fanshop den Abstecher wert.

Wer auf den Anblick der Arena verzichten kann, sollte stattdessen vom Hauptbahnhof mit der Buslinie 383 bis zum „Heßler Landschaftspark“ fahren. Hier beginnt der Nordsternpark, der in etwa so groß ist wie 130 Fußballfelder. Das Herzstück der Anlage sind zwei Fördertürme und der denkmalgeschützte Nordsternturm 2 der früheren Zeche. Er wurde ab 2009 zum Hochturm mit Besucherterrasse in 83 Meter Höhe ausgebaut. Auf ihm steht der monumentale „Herkules von Gelsenkirchen“, eine 18 Meter hohe Skulptur, die vom Künstler Markus Lüpertz geschaffen wurde. In den darunterliegenden Etagen befindet sich unter anderem ein Videokunstzentrum.

In der Nähe der markanten roten Doppelbogenbrücke, die über den Rhein-Herne-Kanal führt (Foto), liegt ein Amphitheater. Auf der Freilichtbühne finden Rock- und Klassikkonzerte statt sowie Veranstaltungen zur Nacht der Industriekultur. Und wenn die Stadt sich wieder mal an einem Fußballgroßereignis wie der Euro 2024 erfreut, wird hier im Nordsternpark die Fanmeile eingerichtet.

So viel Malochergeist macht hungrig. Da trifft es sich gut, dass jenseits Heiner’s Biergarten am Nordrand des Parks wartet. Bäume und Sonnenschirme spenden Schatten. Der Ausschank gehört zu einer Hotelanlage, die ebenfalls das „Cloud 7“ beheimatet. Im Bar-Bereich können Sie Sportübertragungen verfolgen, das Restaurant bietet ein üppiges Frühstücksbuffet und neben Grill-Klassikern auch vegetarische und vegane Speisen.

Das Musiktheater im Revier achtet auf Nachhaltigkeit

Nun bewegen wir uns zurück Richtung Hauptbahnhof. Ab Arena mit der Staßenbahnlinie 302 zurück bis zum „Kennedyplatz“. Vom Nordsternpark wieder mit der Buslinie 383 bis zur Station „Idastraße“.

Beide Haltestellen liegen schon in unmittelbarer Nähe zu einem der bedeutendsten Kulturbauten der Nachkriegsära. Das Musiktheater im Revier hat Werner Ruhnau 1959 erbaut – und Wert darauf gelegt, Kunstwerke einzubinden. Besucher:innen bestaunen die riesigen Wandreliefs von Yves Klein in „Gelsenkirchener Blau“.  Seit einigen Jahren erstellt das Haus eine CO2-Bilanz und leitet daraus Maßnahmen ab, was ihm 2023 die Auszeichnung „Beste Nachhaltigkeitsinitiative“ der „Oper! Awards“ beschert hat.

Sie passieren die Stadtbibliothek und dann geht es über die Ebertstraße vorbei am Hans-Sachs-Haus. Das denkmalgeschützte Gebäude in Formen der Neuen Sachlichkeit, in den 1920er-Jahren errichtet, dient heute als Rathaus der Stadt Gelsenkirchen mit einem öffentlichen Bürgerforum.

Sie steuern nun auf eine modern gestaltete Kirche zu: Es ist die 1956 vollendete evangelische Altstadtkirche. Ihr markanter Turm ist eines der Wahrzeichen von Gelsenkirchen. Sie liegt in direkter Nachbarschaft zur katholischen St. Augustinus-Kirche. Und dazwischen, falls kurz vor Abreise doch noch ein Schalke-04-Wunsch aufkommt, liegt noch ein Fanshop.

Ansonsten beginnt hier die Bahnhofstraße, die einmal zu den umsatzstärksten der Republik gehörte. Manch ein stolzer Kaufhaus-Bau kündet noch von diesen Tagen. Durch das belebte Treiben gelangen Sie zurück zum Hauptbahnhof.

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James Turrell "Floater 99" im Zentrum für Internationale Lichtkunst, Unna/Frank Vinken
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