Ruhrgebiet

Nirgendwo sonst sind Industriegeschichte, Kultur und grüne Oasen derart miteinander verwoben, vom Unesco-Welterbe Zollverein über den Landschaftspark Duisburg bis zu den legendären Fußballstadien

Tetraeder in Bottrop
© Imago/Wirestock

Die Region

Grüne Fakten

Bislicher Insel am Rhein

Sie haben nur zwei Stunden in Dortmund

Dortmunder U in Dortmund

Nicht viel mehr Zeit als ein Fußballspiel samt Halbzeitpause also. Sympathisant:innen des BVB sei mitgegeben: Die Zeit reicht, um das Westfalenstadion zu sehen. Dafür vom Hauptbahnhof mit der U-Bahn bis „Theodor-Fliedner-Heim“ oder „Westfalenhallen“ fahren, den Stahlträgern der Tribünendächer folgen. Im Stadionmuseum „Borusseum“ betrachten Sie Nachbildungen von errungenen Trophäen. Zeit abgelaufen, schnell mit der U-Bahn wieder zurück.

Wem es genügt, Deutschlands größtes Fußballstadion aus der Vogelperspektive zu erspähen, der sollte vom Hauptbahnhof ebenfalls die U-Bahn nehmen: die U47 oder U45 bis „Markgrafenstraße“, von dort der Beschilderung zum Florianturm im Westfalenpark folgen.

„Der lange Lulatsch“, wie der 209 Meter hohe Turm genannt wird, wurde vor der Bundesgartenschau 1959 gebaut, und war kurzzeitig das höchste Gebäude Deutschlands. Es bietet einen 360-Grad-Blick, wenn man mit dem Aufzug hinauffährt (Öffnungszeiten beachten). Rund um den Turm erstreckt sich der Westfalenpark. Das Rosarium beheimatet mehr als 3000 Rosensorten. Sie werden das große Sonnensegel erkennen, unter dem viele Veranstaltungen stattfinden. Ferner: das Westfalenstadion, die Skyline von Dortmund und, je nach Wetter, das gesamte östliche Ruhrgebiet.

Vom Dortmunder U in wenigen Schritten zum Deutschen Fußballmuseum

Nicht zu lange aufhalten, es geht mit der U-Bahn zurück, Sie steigen schon am „Stadtgarten“ aus, treten aus der Station und stehen vor einem Gebäude mit einem grünlichen Schalendach, das bis zu 17 Meter hoch ist: Das Theater Dortmund gehört zu den renommiertesten Spielstätten Deutschlands. Die Jury der „Oper! Awards“ kürte das Haus 2023 zur „Oper des Jahres“.

Über Hansa- und Silberstraße tauchen Sie ein ins Gassengewirr der Innenstadt. Am Ende der Silberstraße treffen Sie auf einen Eingang der Thier Galerie. Sie trägt den Namen einer Dortmunder Biermarke. An der Südseite des Komplexes ist das Foyer der früheren Großbrauerei erhalten. Gleich daneben wird in der Hövels Hausbrauerei noch immer eine Spezialität gebraut: das rotbraune „Hövels Original“. Dazu gibt’s deftige Wirtshauskost – probieren Sie mal eine örtliche Spezialität: den Dortmunder Salzkuchen. Wenn Sie die Thier Galerie beim Westenhellweg verlassen, betreten Sie die zentrale Fußgängerzone. Links abbiegen, noch ein paar Meter, dann treffen Sie auf den Hohen Wall – und sehen das U.

Das Dortmunder U (Foto) gehört zu den Wahrzeichen der Stadt. Das Gebäude ist, wie könnte es in der Brauer-Metropole anders sein, in den 1920er-Jahren als Gär- und Lagerkeller der Union-Brauerei errichtet worden – daher rührt noch das U auf dem Dach. Die Brauerei wurde an den Stadtrand verlegt, nach ein paar Jahren des Umbaus eröffnete anlässlich des Europäischen Kulturhauptstadtjahres Ruhr.2010 im renovierten Gebäude ein Kunst- und Kulturzentrum. Auf mehreren Etagen finden sich zahlreiche Ausstelllungen und Angebote, viele auch für Kinder und Jugendliche. Und im Kellergewölbe: das ausgezeichnete Steak-Restaurant Emil.

Vom U sind es nur wenige Schritte zum Königswall. Dort, gegenüber vom Hauptbahnhof, erhebt sich der quaderförmige Bau des Deutschen Fußballmuseums. Ein Jammer, dass die Zeit nicht mehr reicht, um die spektakulären Exponate zu sehen. Etwa den Schuh von Helmut Rahn, mit dem er das WM-Siegtor von 1954 erzielte.

Sie haben nur zwei Stunden in Gelsenkirchen

Nordsternpark in Gelsenkirchen

Ein Wochenende im Ruhrgebiet

Landschaftspark Duisburg-Nord

Heimlicher Favorit

„Floater 99“ von James Turrell im Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna

Die besten Selfie-Spots

Tiger & Turtle – Magic Mountain, Stahlskulptur in Form einer Achterbahn in Duisburg

Souvenirs

Öldosen von Pottmühle

Filme, Bücher, Musik zur Einstimmung

Film-Szene aus „Das Wunder von Bern“

Veranstaltungen

Zeche Zollverein in Essen

Fotos

Imago/Wirestock
Picture Alliance/Jochen Tack
Imago/Olaf Döring
Imago/Jochen Tack
Imago/Chromeorange
James Turrell "Floater 99" im Zentrum für Internationale Lichtkunst, Unna/Frank Vinken
Imago/Zoonar
Pottmühle
Imago/Mary Evans/Archive Universal Pictures
Imago/Jochen Tack

Schreiben Sie uns!

Sie haben einen Tipp, was man an dem vorgestellten Ort oder in der Region unternehmen kann? Stimmt etwas nicht, von dem, was wir berichten? Oder Sie möchten gerne Ihre Geschichte mit uns teilen? Die DB MOBIL Redaktion freut sich über Ihre Nachricht.