Prag

Ein Besuch in Prag ist wie eine Zeitreise. Tschechiens Hauptstadt trumpft mit gotischen und barocken Gebäuden auf. Auch denjenigen, die die Gegenwart bevorzugen, hat die Stadt einiges zu bieten

Die Stadt

Grüne Fakten

Sie haben nur zwei Stunden

Ein Wochenende in Prag

Tag 1

Wer für das perfekte Foto ein wenig Magenknurren in Kauf nehmen kann, startet seinen Stadtrundgang durch Prag bei Sonnenaufgang auf der Karlsbrücke. Dann ist das Licht besonders schön und die Brücke noch leer. Nach dem Posieren unbedingt die Statue von Johannes von Nepomuk berühren – das bringt Glück. Und dann weiterlaufen auf die sogenannte Kleinseite, auch bekannt als Malá Strana (Foto). Charakteristisch für das Viertel sind seine engen Gassen. Die schmalste ist die Nejužší Pražská Ulička. Hier ist so wenig Platz, dass eine Fußgängerampel den Durchgangsverkehr regelt.

Nach diesem frühmorgendlichen Programm haben Sie sicherlich ordentlich Hunger. Höchste Zeit für ein ausgiebiges Frühstück! Wer auf dem Weg nichts gefunden hat, um sich zu stärken, steuert auf der Kleinseite das Café Savoy an. Es befindet sich in der Nähe der Brücke der Legionen in einem alten Gebäude, dessen Fassade aufwändige Rokoko-Verzierungen schmücken. Auch das Innere kann sich sehen lassen. Der historische Stil ist erhalten geblieben. Auf der Karte stehen verschiedene Frühstücksgerichte – etwa Eggs Benedict, frisch zubereitetes Porridge oder Sandwiches.

Erkundungstour auf der Kleinseite

Wie wäre es jetzt mit einem Abstecher ins Franz-Kafka-Museum? Dieses befindet sich in der Nähe der Karlsbrücke in der Cihelná 635. Das Museum zeigt persönliche Gegenstände des Literaten und erklärt, welche Rolle die Stadt Prag in seinen Werken gespielt hat. Wer noch mehr erfahren möchte, kann im Museum nach dem Kafka-Stadtplan fragen. Dieser führt zu Orten, zu denen der Schriftsteller einen besonderen Bezug hatte.

Und wenn Sie ohnehin auf der Kleinseite unterwegs sind, sollte es am Nachmittag weitergehen auf den Berg Hradschin, auf dem sich die Prager Burg befindet. Der Burgkomplex besteht aus mehreren eindrucksvollen Bauten, hier gibt es also vieles zu entdecken. Etwa den im 14. Jahrhundert errichteten Veitsdom. Besonders sehenswert ist die aus rund 27.000 Einzelteilen bestehende Rosette über dem Eingangstor und die 1931 ergänzten bunten Glasfenster des Künstlers Alfons Mucha. Außerdem befindet sich auf dem Berg nicht nur die Residenz des tschechischen Präsidenten, sondern auch das Goldene Gässchen, in dem Franz Kafka kurze Zeit lebte.

Wer den Abend bei einem leckeren Essen in der Nähe der Burg ausklingen lassen möchte, sollte im Kuchyn vorbeischauen. Herzstück ist die offene Küche im Zentrum des Restaurants. Hier köcheln auf dem Herd für alle sichtbar traditionelle tschechische Speisen. Um Enttäuschungen zu vermeiden, unbedingt vorher die Öffnungszeiten checken. Denn an manchen Tagen bleibt die Küche kalt.

Tag 2

Nach einem ausgiebigen Frühstück – zum Beispiel im Garten des Cafés Au Gourmand – kann die Erkundungstour durch die Altstadt und das ehemalige jüdische Viertel starten. Der Altstädter Ring ist ein zentraler Platz in Prag. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Teynkirche, das Altstädter Rathaus mit der astronomischen Uhr und das Palais Goltz-Kinsky. Besser morgens hierherkommen, denn im Laufe des Tages kann es ganz schön voll werden.

Weiter geht es zu Fuß die Kaprova Straße entlang ins ehemalige jüdische Viertel Josefov. Hier befinden sich sechs Synagogen, Europas ältester noch existierender jüdischer Friedhof und das Jüdische Museum.

Prag von seiner hippen Seite

An die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Prag können Sie nun getrost für diesen Städtetrip einen Haken machen. Jetzt weichen wir ein bisschen ab vom Standard-Repertoire für Tourist:innen. Wie wäre es mit ein bisschen Hipster-Programm?

Das ehemalige Arbeiterviertel Karlín (gut mit Bus und Straßenbahn erreichbar) hat sich in den vergangenen 20 Jahren sehr gewandelt. 2002 wurde es von Hochwasser geflutet. Umfangreiche Renovierungsarbeiten verhalfen dem Stadtteil zu einem Neustart. Heute ist er so angesagt, dass Karlín gerne mal mit dem Londoner Stadtteil Soho verglichen wird.

Lassen Sie sich einfach treiben. Stöbern Sie in den Geschäften nach Souvenirs jenseits der großen Einkaufsstraßen und besuchen Sie die kleinen Galerien. Außerdem gibt es hier viele Cafés, Restaurants und Bars mit spannenden Konzepten. Zum Beispiel die Kasárna Karlín. Das ehemalige Kasernengelände wird multifunktional genutzt. Im Hof gibt es ein Volleyballfeld und ein Sommerkino. Ein ausgedientes Militärschwimmbecken ist nun ein Café und in einer alten Garage gibt es einen Musikclub. Dieser eignet sich bestens dafür, den Städtetrip musikalisch abzurunden.

Heimlicher Favorit

Selfie-Spots

Souvenirs

Bücher, Filme, Musik zur Einstimmung

Veranstaltungen

Reiseauskunft

Praha Hl.n.

Fotos

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