Paris

Die Stadt der Liebe, der Mode und des Savoir-vivre ist ständig im Wandel – und immer für eine Überraschung gut. In der französischen Hauptstadt hinterließen schon Adelige, Kreative und Revolutionär:innen ihre Spuren. Tun Sie es ihnen nach!

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Die Stadt

Grüne Fakten

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Ein Wochenende in Paris

Tag 1: Pflichtprogramm – Sehenswürdigkeiten, die Sie auf keinen Fall verpassen sollten.

Paris ist eine dichtbesiedelte Stadt. Gar nicht leicht, den Überblick zu behalten. Darum: als Erstes hinauf auf den Eiffelturm. Egal aus welcher Richtung und von welcher Métro-Station Sie sich nähern: Das 1889 vollendete Wahrzeichen gibt aus vielen Perspektiven ein schönes Fotomotiv ab. Nutzen Sie die Gelegenheit, von den verschiedenen Plattformen des Turms auf die Stadt herabzublicken. Bis zur 2. Etage können Sie wählen: Aufzug oder Treppen steigen. Bis ganz hinauf zur Turmspitze führt der Aufzug – die etwa 10 Euro Aufpreis sind gut investiert – Sie haben einen Rundblick aus 276 Meter Höhe.

Von dort lässt sich das nächste Etappenziel erspähen: der Triumphbogen, dessen Errichtung Napoleon 1806 nach der siegreichen Schlacht von Austerlitz anwies. Man kann hinaufsteigen, von oben sind alle 12 Alleen gut einsehbar, die sternförmig vom Platz abgehen.

Eine davon ist besonders von Interesse: die Champs-Elysées. Auf dieser Prachtstraße reihen sich Luxusboutiquen aneinander. Der Fußgänger- und Autoverkehr kann ermüdend sein, aber einige Schritte entlang dieser weltberühmten Meile sollten Sie absolvieren, bevor Sie den Rest der Strecke bis zur Place de la Concorde per Métro-Linie 1 oder mit dem Bus überbrücken.

Das Louvre-Museum füllt einen Nachmittag

Dort angekommen, wird man über den vielspurigen Verkehr staunen, der den Obelisken umtost. Ulrich Wickert, damals Paris-Korrespondent der ARD, durchschritt 1984 in einem legendären Fernsehbeitrag den brausenden Verkehr, ohne nach links und rechts zu blicken. Man findet die Szene noch im Netz. Doch Erholung ist nah, versprochen. Direkt gegenüber liegt der Eingang zum Jardin des Tuileries. Dieser vormalige Schlossgarten wurde nach der Revolution für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wer entlang des bisherigen Wegs ein belegtes Baguette oder einen anderen Snack gekauft hat, kann auf einer Bank in Ruhe picknicken.

Wer sich aber wie magisch von der Glaspyramide angezogen fühlt, die den Eingangsbereich des Louvre-Museums dominiert, darf gern weiterflanieren. Rund um die Place du Carrousel sind einige Foodtrucks und Cafés zu finden. Gleich sieben davon auf der Fläche des Foodcourt Rivoli.

Nun könnten Sie sich entschließen, das Museum zu besuchen, um einen Blick auf Leonardo da Vincis Meisterwerk „Mona Lisa“ zu erhaschen, Skulpturen von Michelangelo und ein paar andere der etwa 35.000 ausgestellten Werke zu bestaunen. Damit wäre der Rest des Tages gefüllt.

Oder Sie biegen ab Richtung Seine und spazieren das Ufer entlang (Foto: Blick auf die Brücke Pont au Change), um sich eines der Boote auszuwählen, für eine einstündige Flussfahrt. So erhält man einen Überblick über die wichtigsten Bauwerke entlang des Flusses, etwa die Kirche Notre-Dame de Paris, die berühmte Brücke Pont-Neuf, das Musée d’Orsay und den Invalidendom. Entlang beider Ufer finden sich verschiedene Anbieter:innen, deren Touren sich nicht großartig voneinander unterscheiden. Achten Sie allenfalls darauf, dass das Boot Audiokommentare in Ihrer favorisierten Sprache anbietet.

Diese Dachterrasse in Montmartre lohnt es zu besuchen

Den Rest des Nachmittags sollten Sie mit Blick aufs Abendessen planen. Sie könnten mit Métro oder Bus zum Fuß des Montmartre-Hügels fahren. Den Aufstieg hinauf zur Basilika Sacré-Cœur kann Ihnen die Standseilbahn Funiculaire de Montmartre erleichtern. Die weiß strahlende Wallfahrtskirche im Zuckerbäckerstil ist – ähnlich wie der Eiffelturm – von vielen Orten der Stadt zu sehen. Und umgekehrt eröffnet sich von ihren Stufen ein herrlicher Blick auf Eiffelturm und Metropole, vor allem gegen Abend, wenn das Licht immer weicher wird. Auf dem Hügel schließt sich ein kleines Künstlerviertel an, auf der Place du Tertre fertigen Porträtzeichner in Minutenschnelle Souvenirs für Tourist:innen an.

Die Auf- und Abstiege von Montmartre machen hungrig – und so hält dieses Viertel eine Vielzahl an Restaurants vor. Wenn es eines hervorzuheben gilt, dann merken Sie sich das Restaurant und vor allem die Dachterrasse des Terrass‘ Hotel, wo man sonntags auch gut brunchen kann.

Wenn Ihnen der Ausflug nach Montmartre zu mühsam erscheint, dann bleiben Sie in Flussnähe und wählen beim Schlendern durch das Quartier Latin ein geeignetes Restaurant fürs Abendessen aus. Das Viertel am linken Seineufer ist eines der ältesten von Paris und war schon immer Treffpunkt für Künstler:innen, Schriftsteller:innen und Intellektuelle.

Eine ähnliche Dichte an Restaurants und Cafés findet sich auf der anderen Seite des Flusses. Das Viertel Le Marais beherbergt viele jüdische Einrichtungen und ist ein Schmelztiegel der Kulturen.

Tag 2: Die Kür – Paris abseits der Touristenströme

Am zweiten Tag wollen wir Paris noch mal von einer anderen Seite kennenlernen. Los geht es mit einem Kaffee und köstlichem Gebäck in der Boulangerie Utopie im 11. Arrondissement.

Frisch gestärkt flanieren Sie Richtung Canal St. Martin, wo die Pariser:innen Kaffee trinken und Zeit verbringen oder auch den kleinen Bauernmarkt Marché Popincourt besuchen. Mieten Sie sich ein Boot und schippern Sie über den Kanal (kleiner Tipp: Die Verleihe bieten auch kalte Getränke für die Passage an). Anschließend lassen Sie sich von Kunst und Design inspirieren, zum Beispiel in der Buchhandlung und Galerie Artazart oder von den Glitzerschuhen bei Patricia Blanchet.

Weiter geht es zum Parc de la Villette, einem Kulturzentrum, in dem man sich sehr kreativ und spielerisch mit Technik und Wissenschaft befasst – allein die Architektur lohnt.

Wie wäre es mit Kultur im Centre Pompidou?

Sie brauchen eine Pause vom Stadtleben? Die bekommen Sie, und zwar im Parc de Butte-Chaumont, der auf einem Steinbruch angelegt wurde, deshalb recht hügelig ist und einen tollen Blick auf Paris eröffnet. Wer einen kleinen Hunger verspürt, findet im Café Rosa du Bonheur im Park Snacks und Erfrischung.

Nun haben Sie die Qual der Wahl: Wie wäre es mit ein bisschen Kultur im Centre Pompidou? Auf dem Parkfriedhof Père-Lachaise hingegen können Sie die Gräber von Frédéric Chopin, Edith Piaf oder Jim Morrison besuchen.

Wenn Sie sich ins Dunkle wagen möchten, empfiehlt sich ein Besuch im Musée des Egouts, wo die Geschichte der Kanalisation erzählt wird. Oder aber Sie unternehmen einen Abstecher in die Katakomben der Stadt. Darf es zum Abend ein kleiner Austern-Apéro sein? Sehr zu empfehlen ist das Le Coqui. Im Cavalier hingegen werden kleine Gerichte ohne das Meeresgetier sowie feine Drinks gereicht. Pescetarier mit größerem Hunger finden ihr Glück und einen gemütlichen Tisch im Persil. Wer nun noch Energie für einen Absacker hat und eine wahre Pariser Institution kennenlernen möchte, spaziert zur Bar Aux Folies. A votre santé und bonne nuit!

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