Leipzig

Barock und hip, industriell und grün – Leipzig vereint Gegensätze wie kaum eine andere Stadt. Wir nehmen Sie mit durch die beliebte und vielseitige Metropole in Sachsen

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Bücher und Filme zur Einstimmung

Bücher

„Im Stein“: Roman von Clemens Meyer (2013)
Der Leipziger Schriftsteller Clemens Meyer hat mit „Im Stein“ sicherlich kein gefälliges Buch geschrieben, aber dafür eines, das den Wandel seiner Heimatstadt in den vergangenen 30 Jahren eindrücklich anhand eines Milieus zu erzählen weiß: das des Leipziger Rotlichtviertels. Meyer erzählt den Crashkurs des Systemwechsels nach der Wende in wilden Zeitsprüngen und mit den Stimmen der Nachtgestalten. Die Mischung aus Kapital, Sex und Sehnsüchten, die den „wilden Osten“ nach 1989 ausmachte, bietet den Nährboden für eine Erzählung, die viel weiter in unsere Gesellschaft hereinreicht und mehr über Leipzig und den deutschen Osten erzählt, als es zuerst den Anschein hat.

“Die Liebe im Ernstfall”: Roman von Daniela Krien (2019)
Fünf Kapitel, fünf Frauen: Paula, Judith, Brida, Malika und Jorinde sind alle Mitte 40 und leben in Leipzig, sind zum Teil miteinander befreundet oder lernen sich auf anderm Wege kennen. Was sie zudem eint, ist die Frage, wie sie ihre Leben gestalten wollen. Während die eine als Ärztin einen Partner fürs Leben sucht und fleißig über Dating-Plattformen Männer trifft, muss die andere mit dem Tod eines ihrer Kinder und der Trennung von ihrem Mann klarkommen, eine dritte ist Schriftstellerin, findet aber keine Ruhe zum Schreiben. Der zweite Roman von Krien, die selbst seit langem in Leipzig lebt und aus dem Vogtland stammt, erzählt sehr behutsam und nachhallend von den Lebensentwürfen und Problemen dieser Frauen. All das geschieht vor der Kulisse des Leipzigs von heute – und dem von gestern, das durch Familiengeschichten immer wieder an die Oberfläche gespült wird. 

„Herumtreiberinnen“: Roman von Bettina Wilpert (2022)
Die Leipziger Autorin Bettina Wilpert erzählt die Geschichte der 17-jährigen Manja und Maxie im Leipzig der 1980er-Jahre. Statt in die Schule zu gehen, brechen sie lieber in Schrebergärten ein und treffen sich im Freibad mit Jungs. Im Zimmer des Vertragsarbeiters Manuel wird Manja von der Volkspolizei erwischt und in die „Geschlossene Venerologische Station“ verbracht, einer Zwangsanstalt in der DDR, in die Menschen mit Verdacht auf Geschlechtskrankheiten gesteckt wurden. Die Unterdrückung und die körperlichen Zumutungen, die Manja und die anderen Frauen in der Anstalt erfahren, schmerzen beim Lesen; ebenso die Misogynie und der strukturelle Rassismus in der DDR, die einem hier vor Augen geführt werden. Eine intensive Erfahrung und ein Gefühlsmosaik der Geschichte der Stadt Leipzig.

Filme

Die Leipzig-Filme von Andreas Voigt
Der Filmemacher Andreas Voigt hat ab 1986 Menschen und ihre zum Teil brüchigen Biografien über 25 Jahre lang begleitet – und legt so dar, wie große historische Ereignisse, in diesem Fall die Wende, sich im Alltag der Personen niederschlagen. Auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung sind mehrere seiner Filme zu sehen, darunter auch „Alles andere zeigt die Zeit“ über Sven, der kurz vor der Wende seinen Schulabschluss in Leipzig macht und eine Karriere als Offizier in der NVA anstrebt. Mit dem Zusammenbruch des für ihn einzig bekannten Systems bricht auch seine Welt zusammen. Er verliert seine Partnerin, seinen Job und irgendwann auch sich selbst. Voigt zeigt keine erwartbaren modernen Märchen von den „Wendeverlierern“, sondern nimmt seine Protagonist:innen ernst und bleibt dran. So kann er auch dokumentieren, wie es Sven nach vielen Jahren wieder schafft, gesellschaftlich und innerlich auf die Füße zu kommen. Ein wertvolles Korrektiv der mehrheitlich westdeutsch dominierten Wende-Erzählung.

„Tatort Leipzig“ – ARD
Das beliebte Ermittler-Team Eva Saalfeld (Simone Thomalla) und Andreas Keppler (Martin Wuttke) bildet ein ungleiches Paar: Sie ist aufbrausend und manchmal zu forsch, er an allem interessiert und in sich versunken. Nun sollen sie gemeinsam Fälle in Leipzig lösen – sie, die bislang nur privat miteinander zu tun hatten, denn bis vor einiger Zeit waren die beiden ein Ehepaar. In 21 Fällen ermitteln sie sich also durch Leipzig und zeigen dabei, dass sich ungleiche Menschen sehr gut ergänzen können – ob sie das wahrhaben wollen oder nicht.

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