Düsseldorf

Düsseldorf bietet viele Facetten: Die Stadt ist Wirtschaftsstandort, kann sich in der internationalen Kunst- und Architekturszene behaupten und überrascht mit bunten Papageien auf der Kö

Ein Blick auf den Rheinturm (links) und die Gehry-Bauten im Düsseldorfer Medienhafen.
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Die Stadt

Grüne Fakten

Eine Frau fotografiert die begrünte Fassade des Kö-Bogens 2

Sie haben nur zwei Stunden

Moderne Architektur im Medienhafen: die Gehry-Bauten und der Rheinturm

Ein Wochenende in Düsseldorf

Das Ständehaus, in dem sich die Kunstsammlung K21 befindet

Tag 1

Wer ein Wochenende in Düsseldorf verbringt, hat zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten. Wie wäre es mit einer Unterkunft im Le Quartier Central? Dieses Viertel ist besonders interessant für Reisende, die sich für nachhaltige Stadtentwicklung interessieren. Bis etwa 1990 wurde das Gelände industriell genutzt. Auf dem rund 36 Hektar großem Areal befanden sich unter anderem ein Güterbahnhof und Zoll- und Speditionsgebäude. Nach der Stilllegung lag die Fläche lange Zeit brach. Im Laufe der vergangenen Jahre ist hier ein modernes Viertel entstanden – mit Wohnungen, Geschäften, Restaurants und Hotels.

Eines davon ist das 25hours-Hotel Das Tour. Untergebracht in einem schlanken 18-stöckigem Hochhaus, befindet es sich in zentraler Lage im Le Quartier Central. Die Bar im 17. Stock bietet einen schönen Ausblick über die Stadt. Das merken wir uns für später und starten mit einem Frühstück. Das gibt es zum Beispiel im Café La Tour. Von dort aus kann auch die Erkundungstour durch die Stadt starten. Flexibel und umweltfreundlich geht das mit einem der Fahrräder, die das Hotel verleiht.

Kunstmetropole am Rhein

In rund zehn Minuten können Sie damit in Richtung Altstadt radeln. Ihre erste Station wird das K20 am Grabbeplatz sein, das Teil der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ist und Kunst des 20. Jahrhunderts zeigt. Weitere Ausstellungsorte sind das K21 im Ständehaus (Foto) und das Schmela-Haus. Sie sehen, Düsseldorf darf sich durchaus Kunstmetropole nennen. Nicht nur wegen der Museen. An der Kunstakademie studierten und lehrten außerdem bekannte Persönlichkeiten. Um nur ein paar zu nennen: Otto Dix, Joseph Beuys, Verena Pfisterer, Sigmar Polke, Andreas Gursky, Gerhard Richter oder Jörg Immendorff.

Nachdem Sie Werke von Wassily Kandinsky, Henri Matisse und Pablo Picasso betrachtet haben, ist es Zeit für ein Mittagessen. Zum Beispiel am Kö-Bogen. Am und im futuristischen Gebäude des New Yorker Star-Architekten Daniel Libeskind gibt es nicht nur Shoppingmöglichkeiten, sondern auch Cafés und Restaurants. Und wenn Sie schon mal da sind, schauen Sie unbedingt am Kö-Bogen 2 auf der anderen Straßenseite vorbei. Etwa 30.000 Hainbuchen begrünen die rückseitige Fassade des Gebäudes. Sie sollen das Mikroklima der Stadt verbessern und die Biodiversität fördern.

Bauen Sie am Nachmittag einen Stopp an der Königsallee ein und schlendern Sie den Prachtboulevard entlang, der viel bedichtet und besungen worden ist. Ein Ziel könnte der Tritonenbrunnen sein – ein beliebtes Motiv für das Urlaubsfotoalbum.

Japanisches Viertel: Tokio trifft auf Düsseldorf

Jetzt haben Sie die Qual der Wahl. Wollen Sie nach rechts abbiegen in Richtung Little Tokyo? Oder nach links, um die Altstadt zu erkunden? Little Tokyo ist der Name des japanischen Viertels. In Düsseldorf lebt die drittgrößte japanische Community Europas und ihr Zentrum befindet sich entlang der Immermannstraße in der Nähe des Hauptbahnhofes. Dort können Sie in einem der zahlreichen Restaurants und Izakayas schlemmen. Japanische Designer:innen haben hier ihre Ateliers, asiatische Supermärkte bieten landestypische Spezialitäten an. Doch das Viertel weiß nicht nur kulinarisch zu überzeugen. Besucher:innen können auch in die japanische Manga-Kultur eintauchen. Die Comics sind das perfekte Souvenir.

Sollte es Sie in die Altstadt ziehen, gucken Sie sich zunächst das Rathaus an und schauen anschließend an der St.-Lambertus-Basilika vorbei. Sie haben genug über die Düsseldorfer Stadtgeschichte gelernt? Prima, dann ist es an der Zeit, den Tag ausklingen zu lassen. Und wo sollte das besser gelingen als an der längsten Theke der Welt? So nennen die Düsseldorfer:innen liebevoll die Bar- und Kneipenszene ihrer Altstadt. Genießen Sie in einem der Brauhäuser Düsseldorfer Alt-Bier und ein zünftiges Abendessen. Zum Beispiel in der Uerige Obergärige Hausbrauerei.

Tag 2

Der zweite Tag Ihres Städtetrips beginnt mit einem ausgiebigen Spaziergang an der Rheinuferpromenade. Am besten starten Sie in der Altstadt und nehmen von dort aus Kurs auf den Rheinturm und den Medienhafen. An der Promenade können Sie an verschiedenen Stellen Panorama-Ausblicke genießen. Angekommen am Rheinturm, steigen Sie in den Fahrstuhl und überblicken Sie aus etwa 240 Metern Höhe Düsseldorf aus der Vogelperspektive.  

Wieder unten angekommen, geht es weiter in den Medienhafen. Dieser ist übrigens der Stadtteil mit der geringsten Einwohnerzahl in Düsseldorf: rund 370 Menschen leben hier. Der Medienhafen gehört zum Düsseldorfer Hafen, dem drittgrößten Binnenhafen Deutschlands. In den 1990er-Jahren wurden die an den Stadtteil Unterbilk grenzenden Teile des Hafens zum Medienhafen umgewidmet. Prominenter Hingucker ist vor allem das helle Gebäude-Ensemble Neuer Zollhof des US-Architekten Frank Gehry. Wer mehr Details über die außergewöhnliche Architektur des Viertels erfahren möchte, kann über Visit Düsseldorf eine Tour buchen.

Unterwegs im kleinsten Viertel der Stadt

Mit dem Fahrrad oder dem 732er-Bus in Richtung Vennhauser Allee geht es nun zu einem weiteren Standort der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, zum K21 im Ständehaus (Foto). Hier gibt es zeitgenössische Kunst ab 1980 zu sehen – unter anderem von Isa Genzken und Lutz Bacher.

Wenn Sie immer noch nicht genug haben vom Kunst- und Kulturangebot der Stadt, dann sollten Sie Tickets buchen für das Düsseldorfer Schauspielhaus oder die Deutsche Oper am Rhein. Alternativ bietet sich ein Bummel durch Carlstadt an, das kleinste Viertel der Stadt. Bewundern Sie die historischen Gebäude, schlendern Sie über den Carlsplatz und schauen Sie in den kleinen Boutiquen vorbei.

Heimlicher Favorit

Halsbandsittiche an einer Futterstation

Selfie-Spots

Eine Frau fotografiert das bunte Fliesen-Mosaik „Hornet“ von der Künstlerin Sarah Morris

Souvenirs

Ein Löffel in einem geöffneten Senfglas

Filme, Bücher, Musik zur Einstimmung

Eine Szene aus dem Film Cloud Atlas

Veranstaltungen

Die Düsseldorfer Rheinkirmes

Reiseauskunft

Düsseldorf Hauptbahnhof

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