Amsterdam

Die Hauptstadt der Niederlande setzt Standards in urbaner Lebenskultur. Das galt im 16. Jahrhundert – und es gilt heute mehr denn je

© Imago Images/Panthermedia

Die Stadt

Grüne Fakten

Sie haben nur zwei Stunden

Wir nehmen mal an, dass Sie eine der zahlreichen Anreisemöglichkeiten per Bahn nutzen und im Bahnhof Amsterdam Centraal aussteigen. Der Trick ist nun, dass Sie dem Strom von Menschen ausweichen, die der Hauptstraße Richtung Stadtmitte folgen. Sie treten aus dem Bahnhofsgebäude und wenden sich nach rechts, um ein Fahrradparkhaus von enormen Ausmaßen zu passieren – willkommen in der Fahrrad-Hauptstadt Europas (wenngleich die Amsterdamer:innen auch Kopenhagen als Konkurrent auf Augenhöhe ansehen würden).

Am Ende dieses Rad-Depots führt Sie eine Rad- und Fußgängerbrücke hinüber zur innersten Gracht, sie trägt den Namen Singel. Schon wird es ruhiger, beschaulich und fotogen. Queren Sie jetzt nach Belieben Brücken über die Herengracht und Keizersgracht, bis sie auf die Prinsengracht stoßen.

Wenn Sie dieser folgen, kommen Sie am Tulpenmuseum vorbei. Ein Besuch ist in der kurzen Zeit nicht möglich, aber Blumenfans können hier ein paar Zwiebeln als Souvenir kaufen. Ein paar Schritte weiter passieren Sie das Anne-Frank-Haus, das zu den meistbesuchten Museen von Amsterdam gehört. Im weltberühmten „Tagebuch der Anne Frank“ beschreibt das jüdische Mädchen, wie sich seine Frankfurter Familie im Hinterhaus der Prinsengracht 263 vor den Nazis versteckt hielt. Letztlich wurden sie entdeckt und 1944 ermordet.

Folgen Sie dem Grachtengürtel, biegen Sie ab Richtung Leidseplein und schlendern für ein Foto am Rijksmuseum vorbei. Die Meisterwerke des Goldenen Zeitalters bekommen Sie in der Kürze der Zeit nicht zu Gesicht, aber das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert ist auch von außen imposant.

Sie queren nun wieder den kompletten Grachtengürtel und machen einen Schlenker über den Rembrandtplein (Foto) mit seinen Cafés und Restaurants. Den Platz verlassen Sie über die Reguliersbreestraat, die jenseits des Muntplein in die Kalverstraat übergeht, die längste Einkaufsstraße von Amsterdam. Der Strom der Bummelnden zieht Sie mit, bis Sie auf einen großen Platz stoßen, den Dam. Er wird dominiert vom Königlichen Palast, der allerdings nicht sonderlich prunkvoll aussieht – eher wie ein Verwaltungsgebäude. Tatsächlich wohnt König Willem mit seiner Familie im Paleis Huis ten Bosch in Den Haag.

Vom Dam können Sie schnurstracks zum Bahnhof zurücklaufen, Sie erkennen ihn schon in der Ferne. Wenn Sie vor Ihrer Rück- oder Weiterfahrt noch eine Viertelstunde Zeit haben, durchqueren Sie das Bahnhofsgebäude und treten an seiner Rückseite noch einmal ins Freie. Sie erhalten einen Blick auf das breite Gewässer von Het IJ hinüber auf Noord, eines der spannendsten, sich entwickelnden Viertel von Amsterdam. Aber um das zu erkunden, werden Sie wohl noch einmal wiederkommen müssen.

Ein Wochenende in Amsterdam

Heimlicher Favorit

Selfie-Spots

Souvenirs

Filme, Bücher, Musik zur Einstimmung

Veranstaltungen

Reiseauskunft

Amsterdam Centraal

Fotos

Imago Images/Panthermedia
Getty Images/Leo Patrizi
Imago Images/Shotshop
Picture Alliance/Photoshot
Imago/Zoonar
Imago/Cover Images
Adobe Stock
ddp/Capital Pictures/FB
Imago Images/Zuma Press

Schreiben Sie uns!

Sie haben einen Tipp, was man an dem vorgestellten Ort oder in der Region unternehmen kann? Stimmt etwas nicht, von dem, was wir berichten? Oder Sie möchten gerne Ihre Geschichte mit uns teilen? Die DB MOBIL Redaktion freut sich über Ihre Nachricht.