Amsterdam

Die Hauptstadt der Niederlande setzt Standards in urbaner Lebenskultur. Das galt im 16. Jahrhundert – und es gilt heute mehr denn je

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Ein Wochenende in Amsterdam

Heimlicher Favorit

Jene, die sich bislang nicht sonderlich für Architektur interessieren: auf zu Het Schip im Amsterdamer Westen. Für alle anderen ist es kein „heimlicher Favorit“ und steht ohnehin auf der Agenda. Wer den backsteinernen Gebäudekomplex mit dem eleganten Turm (Foto) zum ersten Mal sieht, mag denken: Wow, so kann man wohnen? Kann man. Und zwar schon seit mehr als 100 Jahren.

Anfang des 20. Jahrhunderts verwirklichte der Architekt Michel de Klerk eine für die damalige Zeit ungeheuerliche Idee. Wie wäre es, wenn man einfachen Arbeiter:innen Wohnungen baut, die hell und komfortabel sind, eingebettet in fantasievolle Gebäude mit Erkern, geschwungenen Fassadenelementen, Friesen und zwischendrin runden Fenstern? De Klerk nannte diesen Komplex übrigens schlicht „Block 3“ – und wie ein Schiff („schip“) sieht sein Werk tatsächlich nur mit reichlich Fantasie aus.

Dieser Stil wird „Backsteinexpressionismus“ genannt, er taucht auch an anderen Stellen der Stadt auf. In Sichtweite von Amsterdam Centraal etwa erhebt sich ein stolzes Backsteingebäude in den Himmel, auf dem zahlreiche Flaggen wehen: das Scheepvaarthuis. Heute ein Hotel, einst als Bürohaus für sechs florierende Schifffahrtsunternehmen errichtet – auch daran war Michel de Klerk beteiligt.

Zurück zu „Het Schip“. Unbedingt den Häuserblock umrunden. Im Shop stöbern und Souvenirs einkaufen, zum Beispiel Poster, Karten im Stil jener Zeit. Und das Museum besuchen, das erklärt, was diese „Amsterdamer Schule“ auszeichnet. Nach Möglichkeit kaufen Sie zuvor ein Ticket für eine Führung. Dann bekommen Sie das Prunkstück von de Klerk zu sehen, an der Spitze des Gebäudes: das vermutlich schönste Postamt der gesamten Stadt.

Ein Teil des sehenswerten Innenhofs ist zu erreichen, ohne dass man Eintritt zahlen muss – der übrige Teil ist der Privatsphäre der Bewohner:innen vorbehalten. Denn hier leben nach wie vor Menschen, und man möchte ihnen anerkennend zurufen: Wow, so wohnt ihr?

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