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Der Pott kann auch anders

Natürlich kannte die Fotografin Sabrina Weniger das Ruhrgebiet bereits – aber sie wäre nicht auf die Idee gekommen, dort ihren Urlaub zu verbringen. Ein Auftrag für DB MOBIL belehrte sie eines Besseren

Von:
Lesezeit: 2 Minuten
Sabrina Weniger für DB MOBIL

„Die Anfrage für den Job kam relativ kurzfristig, aber das machte mir nichts aus. Es gefällt mir sogar ab und zu, alle Pläne von jetzt auf gleich über den Haufen zu werfen und mich in ein unverhofftes Abenteuer zu stürzen. Am Ruhrpott schätze ich vor allem seinen Menschenschlag. Die raue Art, wie die Leute einem hin und wieder einfach was ins Gesicht plauzen: Damit kann ich umgehen, das amüsiert mich auf gewisse Weise sogar. Urlaub hätte ich dort allerdings eher nicht gemacht. Ich hätte auch gar nicht gewusst, wo und wie.

Das haben mir dann die DB MOBIL-Redakteurin Maria, ihr Freund Johannes und ihre Hündin Pumba gezeigt. Maria und Johannes hatten schon alle möglichen touristischen Attraktionen herausgesucht, und die klapperten wir innerhalb von drei Tagen gemeinsam ab. Die Zeche Zollverein in Essen, die zum UNESCO-Welterbe gehört, kannte ich schon, das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum aber nicht: Ich war nie zuvor in einem solchen Museum gewesen. Die Fotos wurden dort unten im Dunkeln zwar nicht besonders, doch unter Tage war es hochinteressant. Zurück im Tageslicht durchstreiften wir das Ausgehviertel Bermudadreieck in der Bochumer Innenstadt, wobei mir besonders die abseitigen Straßen gefielen, in denen sich eine bunte und lebendige Öko-Szene entwickelt hat. Johannes, Maria und ich erklommen auch die Halde Tetraeder, eine stählerne, pyramidenförmige Aussichtsterrasse in Bottrop, von der man aus rund 90 Metern Höhe einen tollen Blick über die Weite des Ruhrpotts hat. Wir sahen grüne Oasen ebenso wie Schornsteine – Zeugen der industriellen Vergangenheit.

Die Redaktion gab mir die Möglichkeit, analog zu fotografieren. Das mache ich sonst nur im Urlaub. Die Bilder werden weicher, ruhiger und wärmer als Fotos, die mit Digitalkameras entstehen. Ich benutzte hauptsächlich meine Mamiya RZ67. Durch den Film ist man natürlich in der Zahl der Aufnahmen limitiert, aber ich fotografiere auch viel bewusster damit. Statt draufloszuknipsen, überlegte ich mir jedes Bild vor meinem inneren Auge, bevor ich auf den Auslöser drückte.

Diese Reise durchs Ruhrgebiet hat mir eine Region nähergebracht, der ich sonst keine Chance gegeben hätte, mich zu beeindrucken. Sie gefiel mir so gut, dass ich ein ähnliches Touri-Programm später noch mal mit meinem Freund absolviert habe. Und er war davon genauso begeistert wie ich.“

Sabrina Weniger für DB MOBIL

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