Léa Linster: Omelette-Sandwich

Salami- oder Käsestulle? Laaangweilig! Für unsere DB MOBIL-Serie „Proviant vom Chef“ haben sich Starköch:innen To-go-Rezepte ausgedacht, die Ihre Zugreise zur Genussreise machen

Von:
Lesezeit: 4 Minuten
veggielicious.de

Heute: Léa Linsters Omelette-Sandwich

Avec amour! Die Luxemburger Spitzenköchin Léa Linster backt und verpackt typisch französische Omeletten mit Hingabe: „Schon das Knistern des traditionellen Butterbrotpapiers, in das mein Omelette-Sandwich eingewickelt ist, macht Appetit auf das Selbstgemachte. Ich wünsche gute Fahrt, eine schöne Reise und bon appétit!“

Zutaten

Für ein Sandwich

Für das Sandwich:
3 Eier
2 EL Rahm oder Milch
2 dünne (ca. 1 cm) Scheiben Brot, weiß oder Ihr Lieblingsbrot, die zusammengelegt in den Toaster passen sollten
50 g Butter
Piment d‘Espelette
Dijonsenf
Butter oder Öl zum Braten
Salz und Pfeffer

Für die Garnitur:
nach Belieben Käse, Schinken, Tomaten- und/oder Gurkenscheibchen, Chorizo und anderes
Petersilie und/oder andere frische Gartenkräuter

Zubereitung

Die Senfbutter:
50 g weiche Butter mit Salz, Pfeffer, Piment d‘Espelette (Chilisorte aus dem französischen Baskenland, Gewürzladen) und Dijonsenf zu einer Creme verarbeiten. Die Menge an Piment und Senf variiert je nachdem, welche Schärfe Sie bevorzugen.

Das Sandwich:
Für die Zubereitung benötigen Sie eine Pfanne mit 22–25 cm Durchmesser, einen Küchenspatel zum Wenden der Omeletten und einen Toaster.

  1. Die Eier in einer Schüssel kräftig aufschlagen, salzen und pfeffern und den Rahm hinzugeben.
  2. Die gewählten Garnituren bereitstellen, denn die Omeletten werden sehr flott gebraten und gewendet.
  3. Insgesamt schichten Sie drei dünne Omeletten übereinander. Dafür Butter oder Öl in der Pfanne erhitzen, dann den Pfannenboden mit einer kleinen Kelle oder einem großen Suppenlöffel sehr dünn mit dem flüssigen Eier-Rahm-Teig bedecken. Schon nach 15 Sekunden die eine Hälfte der ersten Omelette mit dem Spatel einklappen und auf ihre andere Hälfte heben. Neuen Eier-Rahm-Teig auf der leeren Seite des Pfannenbodens verteilen. Nach 15 Sekunden die zweite Omelette zusammenklappen und auf die erste Omelette legen. Noch einmal die leer gewordene Pfannenhälfte mit flüssigem Eier-Rahm-Teig bedecken und wie oben mit Omelette eins und zwei verfahren. Am besten schmeckt eine Omelette à la française, wenn sie auf der Oberseite noch schön feucht ist.
  4. Wenn der Eier-Rahm-Teig aufgebraucht ist, die geschichteten Omeletten aus der Pfanne heben und auf einem Teller leicht auskühlen lassen.
  5. Die Garnituren, zum Beispiel dünne Scheiben Käse oder geraspelter Schinken, verteilt man je nach Belieben zwischen den Omeletteschichten.
  6. Die beiden Brotscheiben zusammen im Toaster nur außen rösten. Innen bleibt das Brot weich. Die ungerösteten Seiten mit der Senfbutter bestreichen, mit hauchdünnen Gürkchen- oder Tomatenscheiben belegen und die Schicht-Omelette auflegen. Die Brotscheiben zusammenklappen und in zwei Hälften schneiden. Das Ganze sorgfältig in Butterbrotpapier einpacken.
privat

Über Léa Linster

Paul Bocuse nannte Léa Linster einmal die „Königin des Geschmacks“: Ende der 1970er-Jahre studierte Linster an der juristischen Fakultät in Metz, Frankreich. Aber ihr Herz schlug für die Gastronomie, für sie „la grande cuisine française“. Nach dem Tod ihres Vaters übernahm Linster 1982 dessen Café-Restaurant-Tankstelle-Kegelbahn in Frisingen nahe der Stadt Luxemburg und baute es zum Restaurant Léa Linster um. Nebenbei erwarb sie das certificat d’aptitude professionnelle (CAP) cuisinie sowie ein Meisterdiplom und hospitierte bei Paul Bocuse, Joël Robuchon und Frédy Girardet. 1987 wurde ihr Restaurant vom Guide Michelin erstmals mit einem Stern ausgezeichnet, den sie seitdem während ihrer gesamten Karriere hält. Zwei Jahre später gewann sie den Bocuse d’Or und war damit die erste und bislang einzige Frau, die diese Auszeichnung je erhalten hat. 1991 eröffnete Linster ihr Restaurant Das Kaschthaus in Hellange, 1998 folgte ihr Restaurant Au Quai de la Gare in Luxemburg. Linster schrieb 13 Jahre lang eine Gastronomie-Kolumne in der Frauenzeitschrift „Brigitte“ und veröffentlichte allein in dieser Zeit sieben Kochbücher in Deutschland. Die Spitzenköchin wurde außerdem durch ihre TV-Präsenz bekannt, zum Beispiel im „ZDF-Fernsehgarten“, in „Die Küchenschlacht“ (ebenfalls ZDF) und in der Sat1-Kochshow „The Taste“. Im Jahr 2015 erschienen: Linsters Biografie „Mein Weg zu den Sternen: Aus meinem Leben“, die einen weltoffenen und humorvollen Menschen präsentiert.

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