Wien: Die gendergerechte Vorzeigemetropole

Frauen – und nicht nur die – fühlen sich oft unwohl, wenn sie Straßen, Plätze und Parks durchstreifen. Ein Spaziergang durch Wien, das Stadtplanung aus weiblicher Sicht ausprobiert

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Datum: 06.03.2023
Lesezeit: 11 Minuten
Menschen liegen auf roten Möbeln
Mitbestimmung: Über die Farbe der Möbel im Museumsquartier dürfen im Zweijahresrhythmus alle online abstimmen

Vom berühmten Naschmarkt führt die Stiegengasse stetig bergan. Eine ruhige Straße, die ihrem Namen nach kaum 100 Metern unvermittelt alle Ehre macht: Sie endet in einer langen, steilen Stiege, locker zwei Stockwerke hoch. An diesem kalten Nachmittag bezwingen sie nur wenige Leute. Eine alte Dame geht langsam Stufe für Stufe hinauf, die Hand am schmiedeeisernen Geländer. Ein Jogger sprintet dreimal hinauf und wieder herunter. 48 Stufen sind es – für die einen ein willkommenes Fitnessgerät, für andere eine Herausforderung. Mit Rollstuhl oder Kinderwagen ein unüberwindbares Hindernis.

Orte wie diesen gibt es überall, in allen Städten. Im Nichts endende Bürgersteige. Dunkle Straßen, die man nachts lieber meidet. Haushohe Treppen, wie jene in der Stiegengasse, wo nun zwei Mütter mit Kindern an der Hand und Einkaufstüten über der Schulter um die Ecke biegen. Wenig später verschwinden sie zwischen Treppe und Hauswand, um daraufhin oben wiederaufzutauchen. 2004 ließ der Bezirk am Ende der Stiegengasse einen Lift installieren. Eine simpel scheinende Lösung. Dass man überhaupt darauf kam, ist auch einer recht jungen Disziplin zu verdanken: dem Gender Planning – einer Stadtplanung, die besonders die weibliche Perspektive einnimmt.

Männer planten die (autogerechte) Stadt
Seit einigen Jahrtausenden planen Männer unsere Städte. Männer legen fest, wo Verkehrsachsen laufen, wie öffentliche Plätze gestaltet und Quartiere gebaut werden. Maß aller Dinge war lange Zeit der in Vollzeit arbeitende Mann. Er fährt morgens zur Arbeit und abends zurück, am liebsten im Auto. Die Folge: die autogerechte Stadt. Männergerechte Städte. Die Bedürfnisse von älteren und beeinträchtigten Menschen, von Frauen und Kindern blieben lange Zeit außen vor. Das ist, in aller Kürze, die Bestandsaufnahme des Gender Planning. Und Lösungen liefert es ebenfalls.

Es sollen Städte entstehen, in denen sich jede:r wohlfühlt, in denen sich alle ungehindert und sicher fortbewegen können. Immer mehr Metropolen arbeiten an Konzepten für diese inklusive, geschlechtergerechte Stadt. Es mag Zufall sein, aber es fällt auf, dass die meisten dieser Städte von Frauen geführt werden, etwa Barcelona oder Paris. Sucht man nach den Ursprüngen des Gender Planning, landet man in Wien.

Das liegt vor allem an einer Frau: Eva Kail. Ihr Büro liegt unweit des Rathauses in einem alten Palais. Draußen, auf der unter Franz Joseph I. angelegten Prachtstraße, rauschen auf sechs Spuren Autos vorbei. Als ob Kail es nötig hätte, täglich an ihre Mission erinnert zu werden.

Eine Rampe (links außen) macht diese Treppe in Wien auch für Menschen im Rollstuhl überwindbar (Bild links). Eva Kail (Bild rechts) engagiert sich dafür, dass mehr davon entstehen

Im zweiten Stock empfängt Eva Kail in ihrem Büro. Seit über 30 Jahren beschäftigt sich die 64-Jährige mit feministischer Stadtplanung in Wien. „Dass sich mal ein deutsches Reisemedium dafür interessieren würde, hätten wir damals niemals gedacht“, sagt sie, in schönstem Wiener Dialekt. Langgezogene Wörter, die klingen, als hätte sie ewig Zeit. Nur der regelmäßige Blick auf die Uhr am Handgelenk verrät, dass sie bald zum nächsten Termin muss.

Kail spricht bei Workshops im In- und Ausland, reist zu Konferenzen, gibt Interviews. Sie erhalte derart viele Mails von Studentinnen, die ihre Abschlussarbeit im Bereich Gender Planning schreiben, dass sie ein schlechtes Gewissen habe: „Ich komme kaum noch nach.“ Als sie selbst dagegen Anfang der 1980er Raumplanung studierte, sei Gender kein Thema gewesen. In Berlin aber gab es Vordenkerinnen, die Architektin Kerstin Dörhöfer etwa, von der Kail Aufsätze las. Ihre „feministische Erweckungsliteratur“ sei das gewesen.

Eine Fotoausstellung führte zum Umdenken
1991 fragte Kail, damals schon bei der Stadt tätig, im Rahmen einer Fotoausstellung: „Wem gehört der öffentliche Raum?“. Ein Bild beispielsweise zeigte eine Studentin, die mit ihrem Rollstuhl auf die Fahrbahn ausweichen musste, weil der Bürgersteig zu schmal war. Ein anderes eine Alleinerziehende, die sich mit Kinderwagen die Stufen hinab zur Straßenunterführung kämpfte. Einerseits habe es Kommentare gegeben wie „Gibt’s dann bald auch was über den Alltag von Hund und Kanarienvogel in der Stadt?“. Andererseits kamen 4000 Besucher:innen, „für eine Planungsfachausstellung im Rathaus sehr viel“, so Kail. Für die Stadt war dies der Anstoß, sich systematisch mit Fraueninteressen auseinanderzusetzen. 1998 wurde die Leitstelle für Alltags- und Frauengerechtes Planen und Bauen gegründet, die Kail elf Jahre lang leitete.

Heute setzt sie sich als Planungsexpertin im Rahmen der Überarbeitung der Bauordnung beispielsweise für eine Verbesserung der vorgeschriebenen Spielplätze für Kinder und Jugendliche ein. Sie wertet aber auch Daten aus, um Hitzehotspots zu identifizieren und sitzt in Beiräten von Stadtentwicklungsprojekten. Ein zentrales Konzept des Gender Planning ist die 15-Minuten-Stadt oder, wie Kail sagt: Stadt der kurzen Wege. Alle täglichen Erledigungen – Schule, Supermärkte, Arbeit, Sport, Ärzte und Ärztinnen, Kitas – sind schnell, sicher und ohne Auto erreichbar. Bis heute sind es meistens Frauen, die Care-Arbeit übernehmen, etwa Kinder in die Kita bringen, einkaufen und bei älteren Angehörigen vorbeischauen. Dabei sind sie, wie Studien belegen, meist zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Die 15-Minuten-Stadt würde ihnen einiges erleichtern.

Breite Wege, Bänke zum Sitzen: der Fritz-Imhoff-Park (Bild links). Ein Blick in den Spiegel in der Sonnenuhrgasse gibt Sicherheit (rechts)

Gender Planning beginnt im Großen, beim Entwurf neuer Quartiere, und reicht bis zur konkreten Objektplanung. Zu scheinbaren Kleinigkeiten wie dem Aufzug in der Stiegengasse, an deren Ende ausgerechnet ein Kindergarten liegt. Oder zur versteckten, ebenfalls im 6. Bezirk liegenden Sonnenuhrgasse. Tagsüber schaut der verwinkelte, mit buntem Graffiti besprühte Durchgang harmlos aus. Nachts aber machen ihn die uneinsichtigen Ecken zur gefühlten Gefahrenzone. Plötzlich schauen die bunten Hauswände bedrohlich aus. Die Lösung: zwei Verkehrsspiegel. Ein kurzer Blick und Passant:innen wissen, dass sich niemand im gegenüberliegenden Winkel versteckt.

Bei Gender Planning geht es nicht um biologische Geschlechter
Schon 2002 wurde das Viertel rund um Sonnenuhr- und Stiegengasse zum Pilotbezirk ernannt. Wo früher Autos parkten, stehen heute Cafétische und Pflanzkübel. Die von Geschäften gesäumte Mariahilfer Straße ist seit 2015 eine Fußgängerzone. Und der Park vor dem Haus des Meeres, ein alter Hochbunker, der mittlerweile ein Aquarium beherbergt, wurde unter Einbeziehung der unterschiedlichen Interessen umgestaltet. Obdachlose Menschen beispielsweise wünschten sich Wasserstellen und Sitzgruppen. Beim Gender Planning, sagt Kail, gehe es nicht um biologische Geschlechter. Es gehe um eine „sozial intelligente“ Stadtplanung, die diverse Bedürfnisse und soziale Geschlechterrollen berücksichtigt.

Damit zusammen hängen auch Klimabelange, sagt Kail, und nennt ein Beispiel: der Esterházypark am Haus des Meeres ist Wiens erster „Coolingpark“. Bäume spenden Schatten, kreisförmige Sitzinseln mit Nebeldüsen sorgen an heißen Sommertagen für Abkühlung.

Vorreiterin des Gender Plannings in Wien: Eva Kail

Bei der Schaffung neuer Park- und Freiräume setzt Wien als europaweit einzige Stadt seit mehr als 20 Jahren auf „geschlechtssensible Gestaltung“. Wissenschaftliche Beobachtungen zeigten, dass sich Mädchen ab dem zehnten Lebensjahr seltener in öffentlichen Parks aufhalten. Die allgegenwärtigen Fußballkäfige nutzen fast ausschließlich Jungs. Kail erklärt: „Mädchen sind in der Raumaneignung oft zurückhaltender, wollen erstmal beobachten oder zusammensitzen.“ Wie das in der Praxis aussieht, zeigt der Fritz-Imhoff-Park am Rande des Pilotbezirks Mariahilf: Seit einer Umgestaltung verfügt er über offene Sportplätze und schattige, durch Grünflächen abgetrennte Sitzbereiche.

Ein paar Straßenbahnhaltestellen entfernt, in Wiens bevölkerungsreichstem Bezirk Favoriten, liegt der Reumannplatz. Er wurde vor einigen Jahren ebenfalls umgestaltet, um mehr Mädchen anzuziehen. Am nahen Viktor-Adler-Markt gibt es Kebab, Baklava und glitzernde Brautkleider. Fast jede:r zweite, der oder die hier lebt, hat einen Migrationshintergrund. Mit bunt gestrickter Mütze und in eine dicke Jacke gehüllt tritt Eileen Stephan auf den sonnigen Platz. Die 24-jährige Münchnerin studiert in Wien Raumplanung. Einer der Gründe dafür sei Eva Kail: „Sie ist international wegführend.“

Wird Stephan noch mit Vorurteilen à la „Plant ihr pinke Parklätze?“ konfrontiert, wie Kail sie einst zu hören bekam? „Nee. 2023 sagen alle: Inklusion ist wichtig.“ Wirklich überzeugt klingt sie dabei nicht, und lenkt ein: „Auch bei mir im Studium bleibt der Begriff für viele eher abstrakt.“ Und das in der Vorreiter-Stadt Wien. Allerdings gebe es einzelne Lehrende wie Sabina Riß, die Seminare zu „Feministischer Raumaneignung“ anbietet und „politisch-kritisches“ Denken unterstützt, wie Stephan sagt.

Wien macht vor: Es braucht ein wissenschaftliches Fundament
Seit der Reumannplatz umgestaltet wurde, steht im hinteren Teil auf Wunsch der zuvor befragten Mädchen eine Bühne, auf der regelmäßig Veranstaltungen stattfinden. Stephan schaut sich suchend um. Heute hängen nur ein paar Jungs auf den umliegenden Bänken herum. Gegenüber der Bühne hängt ein Straßenschild. ReuMÄDCHENplatz. Eine Ansage, immerhin.

Der Weg zur gendergerechten Stadt benötigt Zeit. Auch in Wien. Die Stadt aber macht vor, was es dafür braucht: ein wissenschaftliches Fundament aus Daten und Befragungen. Leitfäden und Kriterien, die Orientierung bieten. Und einen Diskurs – sowohl auf offizieller Ebene, als auch an Universitäten, wo die Stadtplaner:innen von morgen sitzen. Letzten Endes aber braucht es vor allem eines: Menschen, denen gesellschaftliche Ungerechtigkeiten auffallen und die motiviert genug sind, dagegen anzukämpfen. Auf oberster Ebene wie Kail, aber auch mittendrin, im Alltag der Stadt.

Barrierefrei: Ein Lift fährt die Stiegengasse hinauf (Bild links), vor dem Haus des Meeres wurde eine Rampe errichtet (rechts)

Spätestens wenn die Blase drückt, wird Frauen klar, dass ihre Umgebung von Männern geplant wurde. Im öffentlichen Raum sind Toiletten rar, in Einrichtungen knapp bemessen. Im vergangenen Jahr forderte der Wiener Dirigent Joji Hattori „potty parity“ in Konzerthäusern. Wer einmal in der Wiener Staatsoper war oder bei Regen im Albertina-Museum, weiß, worauf Hattori damit anspielt: Lange Schlangen vor den Damen-WCs. Auch das ist Gender Planning: Es beginnt beim übergeordneten Masterplan und endet bei Toiletten.

Menschen wie Hattori können selbst keine Toiletten und Rampen bauen. Was sie aber können: Diskussionen anstoßen, Menschen zum Nach- und Umdenken bringen. Vor allem in bestehenden Quartieren, wo Platz begrenzt ist und Strukturen gefestigt sind, brauchen Veränderungsprozesse Zeit.

Ein neues Quartier entsteht
Wie es hingegen aussieht, wenn Geschlechterdiversität von Anfang an mitgedacht wird, zeigt die Seestadt Aspern im Nordosten Wiens. Auf 240 Hektar entsteht dort seit 2007 eines der größten Stadtentwicklungsgebiete Europas. 25.000 Menschen sollen hier Ende des Jahrzehnts wohnen. Mit der neu gebauten U-Bahn dauert es aus dem Zentrum keine 30 Minuten bis zur Endhaltestelle Seestadt. Dort empfängt Ingrid Spörk. Sie arbeitet für die Entwicklungsgesellschaft Wien 3420, die das Projekt betreut. Rund fünf Prozent der Wiener Straßen sind nach Frauen benannt. Hier hingegen gibt es nur zwei Straßen, die es nicht sind. Auf den Schildern finden sich Namen von Umweltaktivistinnen, Musikerinnen, Philosophinnen – eine symbolische Aneignung des öffentlichen Raums.

Die Stadt der kurzen Wege funktioniert nur, wenn die Leute sich sicher fühlen.

Ingrid Spörk, Sprecherin der Entwicklungsgesellschaft Wien 3420

Spörk führt zur breiten Promenade, die am namensgebenden See beginnt. Am Ufer spielen Kinder. In der Seestadt, erklärt Spörk, werde zuallererst der öffentliche Raum geplant. „Wie wird er definiert und was soll er erfüllen?“ Links, heute noch Brachland, soll ein Campus der Religionen entstehen, ein Gemeinschaftsprojekt von acht Religionsgruppen. Rechts befinden sich Spiel- und Sportflächen, die – Stichwort gendersensible Gestaltung – an einer Seite offen und mit Sitzgelegenheiten ausgestattet sind. Kindergarten und Schulen liegen in Sichtweite. Spörk zieht den Mantelkragen hoch. Der Wind pfeift.

Weiter geht es, zu Kinderbibliothek, Supermärkten und Friseursalons, die in den Erdgeschossflächen der umliegenden Häuser untergebracht sind. Alles ist fußläufig oder mit dem Rad erreichbar. Auf breiten Wegen, die barrierefrei und nachts beleuchtet sind. „Die Stadt der kurzen Wege funktioniert nur“, sagt Spörk, „wenn die Leute sich sicher fühlen.“

Gelungenes Gender Planning, so Spörk, merke man am ehesten daran, dass man durch die Stadt gehe und nichts störe. Keine dunklen Ecken, keine stockwerkhohen Treppen, dafür Rampen für Kinderwagen und Rollstühle sowie nahe Toiletten für alle, wenn die Blase drückt.

Tipps für eine Reise nach Wien

Aktivitäten und Museen

Seestadt Aspern
Als Europas größtes Stadtentwicklungsprojekt zieht die Seestadt Aspern Architekturbegeisterte aus aller Welt an. Das Team der Entwicklungsgesellschaft bietet kostenlose Führungen, während derer man lernt, wie gendersensible Planung in der Praxis aussieht.

Margarete Schütte-Lihotzky Zentrum
Sie wurde bekannt als Erfinderin der kompakten Frankfurter Küche, in der alles mit einem Griff erreichbar ist. So wollte sie Frauen die Arbeit erleichtern. In erster Linie war Margarete Schütte-Lihotzky jedoch als Architektin aktiv. Sie gilt als erste Frau, die diesen Beruf vollumfassend ausübte. In Wien baute sie unter anderem zwei kompakte Wohnhäuser für die Werkbundsiedlung (Woinovichgasse 2 und 4). Seit Kurzem ist ihre originalgetreu restaurierte Wiener Wohnung als Museum zugänglich. Geöffnet dienstags von zehn bis 14 Uhr und freitags von 14 bis 18 Uhr.

Josephinum
Nicht nur in Städten, sondern auch in der Medizin wurden Frauen lange vernachlässigt. Das nach Renovierung neu eröffnete Josephinum führt in die 650-jährige Geschichte der Medizinischen Universität ein und macht die vergangene Forschung erlebbar. Es beherbergt eine der eindrucksvollsten medizinhistorischen Sammlungen der Welt. Zu sehen gibt es unter anderem zahlreiche anatomische Wachsmodelle, auch von Schwangeren und Föten. Geöffnet von Mittwoch bis Samstag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr, donnerstags von 10 bis 20 Uhr.

Amalienbad
1919 gebaut, zählt das Amalienbad im 10. Bezirk zu den ältesten Badeanstalten der Stadt. Es war Teil des Bäderprogramms der damaligen Stadtregierung. Waschräume und Badespaß sollten kein Privileg der Oberschicht sein. Es besticht durch den mit Mosaiken verzierten Eingangsbereich, die historische Galerie und das (damals revolutionäre) gewölbte Glasdach.

 

Essen

360° Ocean Sky
Dank seiner Lage im elften Stock bietet das Restaurant auf dem Dach vom Haus des Meeres einen Rundumblick über die ganze Stadt. Geöffnet ist für Frühstück bis Abendessen, 365 Tage im Jahr. In den darunterliegenden Etagen können Meeresbewohner und exotische Tiere bestaunt werden.

Brunnenmarkt
Mit rund 170 Ständen auf fast 1000 Metern gilt er als längster ständiger Straßenmarkt Europas. Genießer:innen finden hier Leckereien von Wiener Käsekrainern bis hin zu Kebab und Baklava. Der Markt endet am Yppenplatz, der mit zahlreichen Cafés, Bars und (im Sommer) kostenlosen Konzerten zum Verweilen einlädt. Montag bis Freitag von 6 bis 21 Uhr geöffnet, samstags von 6 bis 18 Uhr.

 

Hotels

Hotel Magdas
Früher ein karges Priesterwohnheim, heute ein inklusives und weltoffenes Hotel. Das farbenfrohe Hotel Magdas bietet Geflüchteten Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Der ehemalige Parkplatz wurde in einen Stadtgarten verwandelt, die Energie stammt aus der Erde und vom Dach und wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, erhält zehn Prozent Rabatt. Doppelzimmer ab 98 €.

Hotel Gilbert
Weil der Platz im 7. Bezirk knapp ist, hat das Hotel Gilbert seine Fassade in eine grüne Stadtoase verwandelt: Sie schluckt Lärm, reinigt die Luft und im Sommer dient sie als natürliche Klimaanlage. Im angeschlossenen &flora, das im überdachten Innenhof liegt, serviert Haubenköchin Parvin Razavi eine saisonale, gemüselastige Küche. Sie arbeitet – eine Ausnahme in der männerdominierten Küchenwelt – fast ausschließlich mit Frauen. Doppelzimmer ab 148 €.

Anreise mit der Bahn
Von zahlreichen deutschen Städten fahren Züge direkt nach Wien, beispielsweise von Hamburg, Hannover, Dortmund, Köln, Frankfurt und München. Hinzu kommen Nachtverbindungen mit dem IC von Leipzig. Mit dem ÖBB Nightjet beziehungsweise Euronight geht es als Nachtzug von Hamburg, Berlin und Stuttgart nach Wien.

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