St. Peter-Ording

St. Peter-Ording, das ist Weite, Strand, Meer und Surfer-Lifestyle. Ohne Frage ist der zwölf Kilometer lange und bis zu zwei Kilometer breite Strand die Hauptattraktion auf der Westspitze der Halbinsel Eiderstedt

Oliver Franke

Einführung

Nik und Sven lehnen in ihren Neoprenanzügen lässig an ihrem VW-Bulli. Der Wind fegt ihnen ständig durchs lange Haar. Sie sind sonnengebräunt, springen jede freie Minute aufs Surfbrett und geben Autogramme an diesem unendlich weiten Strand.

So sahen sie aus, die Dreharbeiten zu „Gegen den Wind“. In den Neunzigerjahren verlieh diese Serie den Schauspielern Ralf Bauer (Nik) und Hardy Krüger jr. (Sven) nicht nur das Image der coolen Surfboys, sondern sie verpasste auch dem Nordseeheil- und Schwefelbad mit seinen Kurkliniken eine Art Frischzellenkur.

Auf einmal wollten junge Leute in ihren Ferien nicht mehr per Interrail Richtung Süden reisen. Nein, sie wollten zu diesen Surfjungs an diesen Strand auf der westlichen Spitze der Halbinsel Eiderstedt. Bis zu fünf Millionen Zuschauer:innen schalteten ein, die Serie wurde eine der erfolgreichsten ARD-Vorabendserien – und St. Peter-Ording in Schleswig-Holstein wurde hip.

Die Surfer:innen, die ihre Bullis auf dem zwölf Kilometer langen und bis zu zwei Kilometer breiten Strand parken und den ganzen Tag auf dem Board verbringen, sind und waren schon vor der Serie da, aber die modernen Lifestyle-Hotels direkt hinterm Deich, die kamen erst nach der Fernsehserie.

Mehr als zwei Millionen Übernachtungen im Jahr zählt das 4.000 Einwohner:innen große Seebad mit seinen lang gestreckten vier Ortsteilen: Böhl, Dorf, Bad und Ording. Die ersten Badegäste kamen 1838. Die Ernennung zum Nordseeheil- und Schwefelbad erfolgte im Jahr 1958. St. Peter-Ording ist das einzige Seebad in Schleswig-Holstein mit eigener Schwefelquelle.   

Dass die Wahrzeichen des Ortes direkt im Nationalpark Wattenmeer stehen, darüber wundert sich keiner. Die Pfahlbauten am Strand sind bis zu sieben Meter hoch und versorgen die Badegäste mit allem Nötigen. Bereits 1911 wurde das erste Stelzenhaus für Bade- und Kurgäste eröffnet, da hieß es noch „Giftbude“. Frei nach der plattdeutschen Bezeichnung für Häuser, wo es „wat geev“ – und das war nicht bloß Kaffee, sondern auch Alkohol. Und während Neuankömmlinge sich oft noch wundern, wo denn nun die Nordsee sei, weiß der Kenner, dass die sich zweimal am Tag zurückzieht, um sechs Stunden später wieder aufzulaufen. Nach Flut kommt Ebbe kommt Flut... Doch trotz Tide ist das Baden auf der vorgelagerten großen Sandbank Hitzsand jederzeit möglich. Das Wasser ist halt manchmal nur ein bisschen weiter weg und der Strand noch breiter. Darüber freut sich vor allem der Spaziergänger, der ohne Surfbrett kommt und meist ganz lässig gegen den Wind geht.

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Oliver Franke
TZ SPO

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