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Bodensee Übersicht
Getty Images / Westend61

Deutschland-Atlas | Folge 2: Der Bodensee

Drei Länder, ein gemeinsamer Sehnsuchtsort. Wieso sich eine Reise an Deutschlands größtes Gewässer immer lohnt

Strandbäder mit Blick auf schneebedeckte Berge, Klöster und Schlösser an Rebhängen, denkmalgeschützte Burgen, mittelalterliche Städtchen mit verwinkelten Gassen und das alles bei mehr als 2000 Sonnenstunden pro Jahr – kaum eine Gegend in Deutschland befriedigt so viele Sehnsüchte wie die Bodensee-Region. Ob man in Konstanz bummeln geht, den Duft tausender Blumen auf der Insel Mainau atmet oder auf einer 270 Kilometer langen Fahrradtour den See umrundet, immer am Wasser entlang, durch Deutschland, Österreich und die Schweiz: Das Schwierigste an Deutschlands größtem See ist, sich zu entscheiden, was man als Nächstes macht.


Sie haben …

zwei Stunden

Den schönsten Rundumblick genießt man vom Wasser aus. Wie günstig, dass es fast 50 Anlegestellen rund um den Bodensee gibt, die von der Weißen Flotte – den Schiffen der Bodensee-Schifffahrt – im regelmäßigen Kursverkehr und auf Ausflugsfahrten angesteuert werden. Manche Touren, die sich auf Teile des Sees beschränken, sind auch mit wenig Zeit zu schaffen. Eine Fahrt zum Beispiel auf dem Überlinger See dauert nur 1 Stunde und 15 Minuten. „Dampfer kielen leise den lichten Lauf; und hinter den Uferzielen tauchen die vielen, vielen Silberberge auf“, schrieb Rainer Maria Rilke in seinem Gedicht „Bodensee“ um 1897. Und so ist es bis heute: Gemütlich vom Boot oder Schiff aus, mit Erklärungen aus dem Lautsprecher an Bord versorgt, gleitet man vorbei an Inseln wie Mainau und Reichenau, stets mit den Alpen als grandiose Kulisse. Wer die Blickrichtung ändern möchte, steigt in Bregenz aus und nimmt die Bergbahn auf den Pfänder: In nur sechs Minuten tragen die Gondeln die Gäste auf den Berg, von wo sich die Sicht auf mehr als 200 Alpengipfel eröffnet.

Bodensee Lindau
mauritius images / ClickAlps / Anna Pozzi

Sie haben …

zwei Tage

Tag 1

Der Tag startet in Konstanz mit einem Spaziergang – oder, wenn man mag: einer Joggingrunde – am Seeufer. Richtig ungestört sind Sie hier am frühen Morgen, im Laufe des Tages belebt sich die attraktive Promenade. Bis in die Altstadt sind es nur wenige Schritte. Flanieren Sie vorbei am Münster und am Kaiserbrunnen, wählen Sie für Ihr Frühstück eines der kleinen Cafés. Sicher finden Sie eines, das Riebel auf der Karte hat. Das Maisgriesgericht aus Vorarlberg, das mit Milch und Zucker aufgekocht wird und Ähnlichkeit mit Milchreis hat, ist eine beliebte Frühstücksspezialität.

Den Vormittag verbringen Sie je nach Wetterlage beim Shoppen und Schauen in den mittelalterlichen Gassen von Niederburg, dem ältesten Teil von Konstanz, oder mit einem Ausflug auf die Blumeninsel Mainau, die ebenfalls zu Konstanz gehört, aber etwas nördlich davon liegt. Zur Mittagszeit sind Dünnele zu empfehlen – dünne Hefeteigfladen mit süßem oder herzhaftem Belag, die überall rund um den Bodensee als Standard-Snack angeboten werden, natürlich auch zum Mitnehmen.  

Genug gelaufen? Dann nehmen Sie am Nachmittag ein Schiff der Weißen Flotte und kreuzen Sie einmal über den Bodensee. Im Kursverkehr oder auf einer Ausflugsfahrt lassen sich etwa 50 Anlegestellen ansteuern. Für einen grandiosen Rundumblick machen Sie am ersten Tag am besten eine „Große Seetour“.

Wenn Sie Fisch mögen, dann empfiehlt es sich, am Abend die kulinarische Spezialität des Bodensees zu probieren: Der Felchen ist grätenarm, er wird gegrillt, geräuchert oder gedünstet serviert. Einheimische nehmen dazu ein Glas Müller-Thurgau, Grau- oder Weißburgunder aus regionalem Anbau. Falls Sie nun noch Energie haben, schlendern Sie auf der Konstanzer Hafenpromenade zurück in Ihr Hotel – und nehmen unterwegs, in den Bars und Kneipen am See, noch einen Espresso oder Obstbrand als kleinen Absacker. 

Tag 2

Der zweite Tag beginnt mit einer weiteren Bootsfahrt: Steigen Sie direkt neben dem Bahnhof Konstanz in ein Linienschiff, das Sie in 15 Minuten auf die gegenüberliegende Seeseite nach Meersburg bringt. Flanieren Sie durch das Städtchen mit seinen mittelalterlichen Fachwerkbauten, besuchen Sie das Neue Schloss, ein prächtiges Barockschloss aus dem 18. Jahrhundert, und natürlich die Burg aus dem 11. Jahrhundert, auch bekannt als Altes Schloss. Dort erwarten Sie am Rebhang schöne Biergärten mit Blick auf die Alpen am anderen Seeufer. Hier könnte man auch länger verweilen – doch Sie sollten sich verabschieden, damit Sie um die späte Mittagszeit Unteruhldingen mit seinen Pfahlbauten erreichen.  

Hier stärken Sie sich mit Knöpfle, der Liechtensteiner Version der Spätzle, die rund um den Bodensee zu haben sind; zubereitet mit Emmentaler Käse, überbacken, mit Röstzwiebeln oder Apfelmus serviert ¬– und ungemein sättigend. Gut, dass ein Nachmittagsspaziergang die Trägheit vertreibt: Besuchen Sie entweder das Pfahlbaumuseum, für das die zum Unesco-Welterbe erklärten Bauten aus der Stein- und Bronzezeit rekonstruiert wurden, oder starten Sie zu einer Wanderung vom Museumsvorplatz hinauf zum Kloster Birnau mit seiner Basilika im Barockstil. Von hier aus haben Sie einen weiten Blick auf Konstanz und Bodman. Weiter geht es in Richtung Affenberg Salem, wo rund 200 Berberaffen in einem Freigehege leben, vorbei am Egelsee und über Unteruhldingen zurück nach Oberuhldingen. Wer die Strecke gemütlich geht, benötigt dafür etwa vier Stunden, wer beim Kloster umkehrt, braucht etwa halb so lange.

Mit dem Schiff geht es nun entweder zurück nach Konstanz oder den Rhein weiter hinauf bis nach Schaffhausen (nur von April bis September). Dort ist der Rheinfall zu bewundern, Europas größter Wasserfall, und es ist Zeit, zum Abendessen einzukehren. Für eingefleischte Karnivoren steht womöglich eine weitere Spezialität der Bodenseeregion auf der Karte: Schäufele, eine mehr als zwei Stunden lang gegarte, knusprige Schweineschulter, traditionell mit Kartoffelsalat oder Klößchen serviert. Vegetarier wählen besser eine Maultaschen-Variante mit Gemüsefüllung. Noch Appetit auf ein Dessert? Dann gibt’s Apfelstrudel aus Blätterteig, den man hier warm und mit Rosinen reicht.  

Bitte beachten Sie, dass es aktuell wegen der Corona-Pandemie zu Einschränkungen kommen kann.

Bodensee Bregenz Pfänder
Getty Images / Rolphus

Die besten Selfie-Spots

  • Karren-Kante, ein Steg aus Glas und Metall, der zwölf Meter über die Felskante des Karren ragt, den Hausberg von Dornbirn, Österreich
  • Sunset-Stufen (ja, die heißen wirklich so) am Molo, der Hafenanlage von Bregenz, Österreich
  • 360-Grad-Panorama-Terrasse auf dem obersten Dach der Bergstation der Pfänder-Bahn (Österreich)
  • Kunstgrenze Konstanz-Kreuzlingen (Skulpturenpfad am Seeufer auf der Grenze), Deutschland/Schweiz
  • Zeppelin-Hangar in Friedrichshafen (Deutschland)
  • Zollhaus am Überlinger See in Ludwigshafen (Deutschland)
  • Aus den Weinbergen auf dem Hüllo mit Ausblick auf das Schweizer Ufer und Konstanz sowie Stetten (Deutschland)
  • Montfortplatz in Tettnang mit Blick auf Rathaus oder Neues Schloss (Deutschland)
  • Rheinfall: Weil sie sich zu nahe ans Ufer wagten oder auf einem der glitschigen Felsen ausrutschten, sind vor Europas größtem Wasserfall schon einige Menschen bei der Suche nach dem perfekten Foto in den Rhein gestürzt. Man kann es nicht anders sagen, außerhalb der mit Geländern gesicherten Wege besteht Lebensgefahr. Gute und sichere Selfies klappen stressfreier ein paar Meter weiter oben: Vom Schloss Laufen in Dachsen (Schweiz) aus bietet sich ein hervorragender und ein größtenteils freier Blick auf die tosenden Wasserfälle
  • Obersee vom 270 Meter in den See ragenden Steg am Hafenkai in Altnau (Schweiz)
Bodensee Konstanz
Getty Images / Roman Sandoz

Nicht verpassen

Selber fliegen, pardon, fahren – oder besser von unten zuschauen? Egal, ein Zeppelin ist in jedem Fall ein eindrucksvolles Gefährt. Einst wurden die Starrluftschiffe hier von Graf Zeppelin entwickelt und später auf der Werft in Friedrichshafen gebaut. Heute zeigt das Zeppelin-Museum an der Seestraße die weltweit größte Sammlung zur Luftschifffahrt und bietet fast täglich Rundflüge im Zeppelin-NT, die zwischen 30 und 120 Minuten dauern. Wohl nirgends fahren so viele Zeppeline wie rund um Friedrichshafen. Wenn Sie also die Augen offen halten, stehen die Chancen gut, am Himmel ein Luftschiff zu entdecken.  

Infos und Buchungen unter https://www.zeppelin-museum.de

Bücher zur Einstimmung

„Ein springender Brunnen“ von Martin Walser (1998)  

In diesem autobiografisch geprägten Roman schildert Martin Walser, geboren 1927 in Wasserburg am Bodensee, Kindheit und Jugend des zu Beginn des Buches fünfjährigen Johann, der als Sohn eines Gastwirtsehepaars zwischen den Weltkriegen aufwächst. Eindringlich schildert Walser das einfache bäuerliche Leben in den 1930er-Jahren. Wer vor Ort mehr erfahren möchte, besucht die Walser-Dauerausstellung im Museum im Malhaus in Wasserburg.  
 

„Das Geheimnis der Fischerin vom Bodensee“ von Erich Schütz (2021)

So viel Fisch, wie auf den Speisekarten der Restaurants rund um den Bodensee angeboten wird, kann doch wohl kaum tatsächlich aus dem See stammen. Oder doch? Insider ahnen, dass die typischen Felchen in großen Mengen importiert werden. Können Zuchtfelchen aus Netzgehegen – die Fischerin Gerdi nennt sie abfällig „Zuchthausfelchen“ – ein ebenbürtiger Ersatz sein? Und woher kommen plötzlich die Quallen im See? Autor Erich Schütz hat sich als Herausgeber regionaler Restaurantführer einen Namen gemacht – Blicke hinter die Kulissen der regionalen Gourmetküche sind in diesem Krimi also inklusive.


„Bodensee“ von Dietmar Sous (2020)

Ein Ferienaufenthalt am Bodensee in den frühen 1960er-Jahren ändert alles für den 15-jährigen Matthes. Aus der Enge einer proletarischen und lieblosen Kleinfamilie im Rheinland kommend verbringt Matthes den Sommer bei seinem Onkel am Bodensee. Der führt ein florierendes Modegeschäft, hat eine Haushälterin, es gibt Frühstücksbuffets und Ausflüge in die Schweiz. Der Bodensee präsentiert sich in diesem wunderbar bitter-humorigen Bildungsroman als Paradies, und Matthes begegnet hier auch der Liebe. Aber wie soll ihm nun die Rückkehr in den Alltag gelingen?  


„Seelenfeuer“ von Cornelia Haller (2012)

Ravensburg, 1493. Pest, Hungersnot und Unwetter wüten in der Bodenseeregion. Schuld daran, da ist sich der mächtige Kaplan der Stadt sicher, sind Hexen. Als Schuldige meint er die Hebamme Luzia Gassner ausgemacht zu haben. Kurzerhand bestellt er den päpstlichen Inquisitor, der Luzia der Hexerei anklagt und zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Können ihr Onkel und der Medicus Johannes sie noch retten? 

Filme und Serien zur Einstimmung

Nostalgiker erfreuen sich an „Die Fischerin vom Bodensee“, dem Heimatfilm von 1956 mit Marianne Hold in der Titelrolle.

Seit 2014 ermitteln der deutsche Kriminalkommissar Oberländer (Matthias Koeberlin) und seine österreichische Kollegin Zeiler (Nora Waldstätten) in der Krimireihe „Die Toten vom Bodensee“ für ZDF und ORF. Gedreht wird in Bregenz, Lindau und Umgebung.  

Ab 2002 ermittelte Eva Matthes als „Tatort“-Kommissarin Klara Blum 31-mal in Konstanz, 2016 war Schluss. Die Vorabendserie „WaPo Bodensee“ – WaPo steht für Wasserschutzpolizei – schloss 2017 die kurzzeitige Lücke auf Deutschlands Krimi-Landkarte.

Insta-Kanäle zur Einstimmung

@bodenseebilder

@locals.bodensee

@bodensee.eu

Bodensee-Souvenirs, mit denen Sie sich nicht blamieren

 

  • Bodensee-Fans, die gern zeigen, was sie mögen, finden Motto-Sweatshirts und Accessoires von Bodensee Liebe zum Bestellen oder zum Mitnehmen vor Ort in Läden u. a. in Konstanz, Bregenz und Radolfzell
  • Farbenfrohe, fair produzierte Hoodies und T-Shirts mit alpin inspirierten Designs gibt’s von Nawody mit Sitz im österreichischen Hard im Bezirk Bregenz
  • Viele Obsthöfe unterhalten eigene Brennereien, in denen sie ihre Äpfel, Zwetschgen und andere Früchte veredeln. Verkostung und Verkauf auf ihren Obsthöfen bieten zum Beispiel die Brennerei Biller in Sipplingen (zwischen Überlingen und Ludwigshafen), der Obsthof Strodel in Weißensberg bei Lindau sowie der Brenner Martin Schmid in Rickenbach bei Salem
  • Ziegenkäse in vielen Variationen, etwa mit Apfel-Walnuss oder zum Grillen, bietet die Käserei des Hauenschreiner Hofs. Sie heißt „Natürlich vom Höchsten“ und liegt im Deggenhausertal. Der Berg, auf dem die rund 400 Ziegen des Hofs grasen, heißt tatsächlich „Höchster“ und ist mit 837,8 Metern ü. d. M. der höchste der Bodenseeregion
  • Dünnele – auch Dinnete genannt – sind ein typisch badischer Snack irgendwo zwischen Flammkuchen und Pizza. Süß oder deftig belegt schmeckt der knusprige Hefeteig unwiderstehlich. Man bekommt Dünnele in vielen Restaurants, zum Beispiel im Wirtshaus zum Kranz in Radolfzell-Liggeringen, aber auch an Straßenständen. Als Souvenir eignet sich eine hübsch verpackte Dünnele-Backmischung, die u. a. bei Lecker vom Land zu haben ist– vor Ort in Bad Waldsee oder im Online-Shop
  • Die Bodenseeregion ist ein traditionelles Weinbauland, hier gedeihen u. a. Müller-Thurgau, Grau-, Weiß- und Blauburgunder. Zu verkosten und zu kaufen sind die Weine bei vielen Keltereien, zum Beispiel beim Staatsweingut Meersburg oder bei der Domaine Bösch in Hallau nahe Schaffhausen. Wer den Weg in die Weinberge scheut, sollte an einer öffentlichen Verkostung teilnehmen, etwa im Vineum Bodensee, dem Wein-Erlebnishaus in Meersburg
  • Eine Liste mit Adressen von Hofläden, die Obst, Gemüse, Käse, Wein und Brände verkaufen, ist auf der Seite der Regionalmarke „Gutes vom See“ zu finden
Bodensee Übersicht
Getty Images / Holger Spiering

Beste Reisezeit (Wetter & Termine)

Die Bodenseeregion ist dank ihrer Gewässer und Berge, ihrer Thermen, Museen und Wanderrouten sowie der vielen Möglichkeiten für Outdoor-Sport das ganze Jahr über eine Reise wert. Auch die drei Unesco-Welterbestätten – die Klosterinsel Reichenau, der Stiftsbezirk St. Gallen und die Pfahlbauten in Unteruhldingen – kann man ganzjährig besichtigen. Genießen Sie im Frühling die üppige Obst- und Tulpenblüte oder entdecken Sie Burgen und Schlösser wie Salem, Montfort oder Hohentwiel. Ein gut ausgebautes Netz von Wanderwegen sowie zahlreiche Strandbäder sind das große Sommer-Plus der Region. Weinlese und Apfelernte prägen den Herbst, viele Städte veranstalten nun Genussfeste – wer gern direkt beim Erzeuger probiert und einkauft, kommt nun an den Bodensee. Und nicht wenige Touristen zieht es auch im Winter hierher, zum Beispiel für winterliche Spaziergänge am Ufer mit Blick auf die verschneiten Gipfel der Alpen. Der Rheinfall bei Schaffhausen entfaltet in der kalten Jahreszeit einen besonderen Zauber, vor allem, wenn der Rhein gefriert. Wer den Weg in das rund drei Zugstunden entfernte Feldkirch (Österreich) nicht scheut, kann im Vorarlberg Ski, Snowboard und Schlitten fahren oder Schneetouren absolvieren.

Veranstaltungen

Die folgende Übersicht zeigt eine Auswahl von Veranstaltungen während eines normalen Jahres am Bodensee. Bitte beachten Sie die aktuell wegen der Corona-Lage geltenden Einschränkungen.

Der Beginn der Fastenzeit heißt in dieser Region Fasnacht und wird groß gefeiert. Die „Schwäbisch-Alemannische Fastnacht“, 2014 zum Unesco-Welterbe erhoben, zeichnet sich durch teils wilde Bräuche aus, wobei jede Stadt ihre eigenen Traditionen pflegt. Bekannt sind u. a. der Butzenlauf in Konstanz und die peitschenknallenden Hänsele aus Überlingen.  

Der Frühling kommt zeitig in der Bodenseeregion und lässt Obstbäume und Tulpen früh blühen. Besonders schön ist das auf der Blumeninsel Mainau anzuschauen, wo 450 Sorten Tulpen mit mehr als einer Million Blüten ihre Pracht entfalten. Meist ist es etwa Mitte April soweit. Auf der Website der Insel findet man Informationen zum aktuellen Stand der Blüte.  

Einer der kulturellen Höhepunkte der Bodenseeregion sind die Bregenzer Festspiele, die seit 1945 alljährlich im Sommer stattfinden. Es gibt mehrere Spielstätten, die spektakulärste ist die Seebühne, die als weltweit größte ihrer Art gilt. Als „Spiel auf dem See“ werden seit 1970 große Musiktheater-Inszenierungen geboten, inzwischen sind es fast immer Opern. Das Programm wird jeweils zwei Sommer gespielt, die Aufführungen sind im Juli und August. Mehr Infos und Kartenbestellungen gibt es unter bregenzerfestspiele.com.

Spektakel ganz anderer Art bietet das sommerliche Stadtfest auf dem Hohentwiel in Singen. Vor der Kulisse der mächtigen Burgruine werden Klassik, Pop und Jazz unter freiem Himmel geboten. Im Rahmen des Festivals wird auch das Burgfest veranstaltet, ein Mittelalterfest mit Schaustellern und Händlern in Kostümen, es eignet sich für einen Tagesbesuch mit der Familie.  

Fans von Pyrotechnik sollten am 31. Juli den Rheinfall besuchen: Dort wird im Rahmen von „Fire on the rocks“ ein großes Feuerwerk gezündet, das den Wasserfall noch beeindruckender wirken lässt.  

Sie waren noch nie in Liechtenstein und bringen etwas Zeit für die Anfahrt und die Grenzkontrollen in das Nicht-EU-Land mit? Der 15. August ist ein guter Termin für einen Besuch, denn dann begeht das Fürstentum seinen Staatsfeiertag, der mit Staatsakt, Feuerwerk und Fackelwanderungen begangen wird.  

Die bereits erwähnten Genussfeste finden rund um den Bodensee fast das ganze Jahr über statt, die meisten jedoch im September und Oktober. Dazu zählen zum Beispiel der Lindauer Genussherbst mit Führungen und Kochkursen oder, auf Schweizer Seite, die Herbstfeste im Blauburgunderland, u. a. in Hallau, Gächlingen, Löhningen und Siblingen. 

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