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Von kleiner Quelle bis zu riesiger Burg

Geheimtipp in Schwaben: ein Spaziergang am Filsursprung. Das Flüsschen führt vorbei an einer Burg, von der die Sage geht, dass sie ein Riese bauen ließ

Von:
Lesezeit: 2 Minuten
Landratsamt Göppingen / Tobias Fröhner
Gleich neben der Quelle "Filsursprung" sind weite Wiesen – perfekt für eine Rast oder ein Picknick. Wer rechtzeitig kommt, ergattert auch noch Tisch und Bänke

Zugegeben, vom Rathaus Wiesensteig bis zum Beginn des Spazierwegs an der Papiermühle muss man bereits zwei Kilometer laufen. Aber zum Wandern ist man ja schließlich gekommen, und sobald man das Örtchen hinter sich gelassen hat, ist man schon mitten in der Natur. Auf 625 Meter Höhe entspringt, nur wenige Meter nach dem Wanderparkplatz „Papiermühle“, die Fils. Ein Bach, dessen Quelle zart vor sich hinplätschert – gerade mal 50 bis 240 Liter pro Sekunde sprudeln hier. Schon zwei Kilometer weiter führt der Fluss dann bis zu 4000 Liter Wasser pro Sekunde und mündet schließlich nach 63 Kilometern in den Neckar. Am Filsursprung selbst kann man auf den weiten Wiesen wunderbar picknicken, und wer rechtzeitig kommt, ergattert sogar noch ein Plätzchen mit Tisch und Bänken. Denn auch der Schwabe selbst hat diesen Ort für sich entdeckt, man wandert also nicht allein, aber die Menschen verteilen sich recht gut. Trotzdem sollte man möglichst wochentags kommen oder sich sogar bei schlechtem Wetter hintrauen.

Neben dem gut ausgebauten Weg stehen dunkelgrüne Nadelbäume dicht an dicht. Und wer nach der kurzen Etappe zum Filsursprung noch nicht genug vom Wandern hat, sollte den Schotterpfad zwischen den Bäumen weiterverfolgen. Dieser führt nach etwa fünf Kilometern zur Burgruine Reußenstein, die im 13. Jahrhundert von den Herzögen von Teck erbaut wurde. In der Sage von Wilhelm Hauff ist es allerdings der Riese Heim vom Heimenstein, bis dahin in einer Felshöhle auf der gegenüberliegenden Talseite zu Hause, der sich die Burg auf dem Reußenstein errichtet. So oder so – die Grundmauern stehen noch, geboten wird ein Rundblick über das Neidlinger Tal. Manchmal sieht man von hier aus auch einige Kletterer an den gegenüberliegenden Nachbarfelsen hängen, denen man winkend alles Gute wünscht.

ESA
Direkt an der Quelle sprudeln gerade mal 50 bis 240 Liter pro Sekunde, das steigt im Flusslauf auf 4000 Liter an bis die Fils in den Neckar mündet

Wie hinkommen:
Mit dem ICE, IC oder RE nach Göppingen, von dort mit dem Bus Nr. 31 zur Haltestelle „Wiesensteig Rathaus“, dann auf der Hauptstraße zur Seestraße und weiter stadtauswärts, bis man im Grünen ist.

Aktuelle Informationen unter www.bahn.de

Für wen:
Familien mit Kindern und Picknickkorb, Waldenthusiasten, Naturfotografen, Hundebesitzer.

Unbedingt tun:
Mit den nackten Füßen ins Quellwasser patschen. Wann hat man sowas zuletzt gemacht?

Mitbringen:
Solide Wanderschuhe! Nicht allein für diese Tour, aber in der Schwäbischen Alb lässt es sich gut auch andernorts munter ausschreiten.

Info:
www.schwaebischealb.de/attraktionen/filsursprung
www.reussenstein.de

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