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Das Tote Moor ist ziemlich lebendig

Moorfrösche quaken, Kraniche kreisen und Kreuzottern schlängeln sich durchs Tote Moor am Steinhuder Meer. Wer sich Zeit nimmt, kann das ein oder andere Tier bei einem Spaziergang auf dem Erlebnisweg entdecken

Von:
Lesezeit: 2 Minuten
Ole Spata / plainpicture
Um den Wasserpegel wieder anzuheben, werden manche Gebiete wiedervernässt. Die abgestorbenen Birken in ihrer Mitte verbreiten doch ein gruseliges Flair

Moorlandschaften haben einen ganz besonderen Reiz. Nur leider kann man sie meist nur aus der Ferne erleben, will man nicht alle paar Meter im modrigen Boden versinken. Am Ostufer des Steinhuder Meeres ist das anders. Dort erstreckt sich ein sieben Kilometer langer befestigter Erlebnisweg von Großenheidorn nach Mardorf durch das Naturschutzgebiet Totes Moor, der die Füße garantiert trocken lässt und herrliche Ausblicke beschert: auf dunklen, schweren Torfboden, der im eindrücklichen Kontrast zu den hellen, feinen Gräsern steht, auf Kiefern und Birken und die im Spätsommer blühenden Heidelandschaften. Im 33 Quadratkilometer großen Moor wird seit Mitte des 18. Jahrhunderts Torf gestochen, und ab und zu erhascht man einen Blick auf alte Eisenbahnschienen und Loren, die langsam von der Natur überwuchert werden. Naturinteressierte können sich an sieben Stationen entlang des Wegs außerdem über Flora und Fauna kundig machen. Ein Pflichtstopp ist der Seerosenteich, wo im Frühjahr himmelblaue männliche Moorfrösche lautstark um die Weibchen werben. Ein besonderes Erlebnis ist der Spaziergang im Herbst oder Winter, wenn alles in tiefem Grau versinkt und die Landschaft aussieht wie in einer Edgar-Wallace-Verfilmung. Dann fehlen eigentlich nur noch Klaus Kinski und ein heulender Hofhund ...

Beginnt man die Wanderung durchs Tote Moor in Großenheidorn, kommt man zum Ende hin an dem urigen Restaurant „Alte Moorhütte“ vorbei. Die Holzhütte wurde um eine alte Eiche herumgebaut. Auf der Speisekarte steht deftige niedersächsische Landküche, etwa Sülze mit Bratkartoffeln oder Aal in Gelee. Zum Schluss wird ein abenteuerlich aussehender, aber leckerer Beerenschnaps getrunken, die „Moorhexe“.

Wie hinkommen:
Mit der Bahn bis Wunstorf, dann per Bus nach Großenheidorn.
Aktuelle Informationen unter www.bahn.de

Für wen:
Ausflügler und Naturliebhaber.

Bloß nicht:
Im Sommer ohne Insektenschutzmittel kommen.

Mitnehmen:
Mineralwasser und etwas zum Knabbern.

Extra-Tipp:
Zum Sonnenuntergang mit einem Picknick auf den Großenheidorner Turm setzen – sehr romantisch!

Info:
www.naturpark-steinhuder-meer.de

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