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Vorne Großstadt, hinten Landleben

Die Margarethenhöhe in Essen: Viel Grün für Krupp-Mitarbeiter – eine Siedlung zum Verlieben

Von:
Lesezeit: 5 Minuten
Das Gebäude der Margarethenhöhe in Essen
imago images/Jochen Tack
Grau, dreckig, charmelos? Dass der Ruhrpott diese Vorurteile nicht verdient beweist die Margarethenhöhe in Essen.

Ein unausrottbares Vorurteil übers Ruhrgebiet: Da ist es grau und dreckig, und hässlich ist es auch. Falsch! Der Pott hat ähnlich viel Grün wie Hamburg, und man kann da richtig schön wohnen. Bester Beweis: die Margarethenhöhe, ein Stadtteil im Essener Süden. Dessen Kern bildet eine Siedlung, die ebenfalls Margarethenhöhe heißt. Gestiftet wurde sie Anfang des 20. Jahrhunderts von Margarethe Krupp – als erste deutsche Gartenstadt. Ein menschenfreundliches Heim wollte Frau Krupp für ihre Angestellten des Konzerns, mit Sonnenblick und Garten zur Selbstversorgung, und das mitten in der zweitgrößten Stadt des Ruhrgebiets. Der Clou: Um das Projekt nicht zu teuer, die Häuser aber auch nicht zu langweilig-verwechselbar werden zu lassen, entwarf der Architekt Georg Metzendorf einfach einen Satz von Gestaltungs-Elementen, die bei jedem Haus anders kombiniert werden konnten. Entstanden ist dabei eine wunderschöne Siedlung: Die Häuser haben romantische, efeubewachsene Fassaden und grün gestrichene Läden, in manchen befinden sich kleine Ladenlokale oder Restaurants. Sogar eine eigene Kirche und ein eigenes Wappen hat die Siedlung, die 1987 unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Gartenstadt … und noch viel mehr. Um noch mal auf das viele Grün im Pott zurückzukommen: Ziemlich genau neben der Margarethenhöhe liegt der Grugapark, extrem beliebter Naherholungsort für die 580.000 Einwohner der Stadt Essen. Und dieser Park hat außer Rasen, Bäumen und Blumen vieles zu bieten: ein Tropenhaus, einen Musikpavillon, ein Tropenhaus, einen See, eine Rollschuhbahn, einen Garten der Sinne, einen Bauernhof für bedrohte Haustierarten … ach, man könnte ewig weitermachen. Falls es dann doch mal gut ist mit der ganzen Natur: Gleich um die Ecke liegt der Stadtteil Rüttenscheid mit kleinen Boutiquen, schönen Cafés, einem Markt und sogar einigen Nachtclubs. Und Kunst? Gibt’s hier auch: Noch mal ein paar Minuten weiter das Museum Folkwang mit seiner großen Sammlung von Expressionisten, Impressionisten und Surrealisten.

Das Gebäude der Margarethenhöhe von der Seite
imago images/Jochen Tack

Wie hinkommen:
Mit dem ICE nach Essen; weiter mit der U-Bahn zur Margarethenhöhe.

Für wen:
Geschichts- und Architekturfans, Gartenliebhaber und Spaziergänger.

Warum muss ich unbedingt dahin?
Weil der Pott eben nicht nur kocht!

Was sollte ich noch wissen?
Wer die „Stahlbarone“ waren. Zu erfahren zum Beispiel im TV-Dreiteiler „Krupp – eine deutsche Familie“.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.margarethe-krupp-stiftung.de

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