Orange

An dieser Stelle schreiben wechselnde Autoren über Reiseproviant

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Lesezeit: 3 Minuten
Dorling Kindersley/Alamy/Mauritius

Mit Reiseproviant verhält es sich in der Regel so: Wer ihn verzehrt, genießt. Und wer zufällig im gleichen Wagen sitzt, genießt das weniger, logisch. Entweder weil der Mitreisende auch gern etwas zu beißen hätte, oder weil man sich gestört fühlt vom Krachen der Chips, vom Rascheln der Tüte oder vom Odeur des Zwiebel-Mett-Brötchens. 

Bei Orangen verhält es sich andersherum. Sie sind für die Mitreisenden ein Genuss aus süßlichem Duft und ansprechender, saftiger Farbe. Kaum ein Obst macht so glücklich, noch bevor man das erste Häppchen im Mund hat. Und sobald man es schält, spätestens beim ersten Bissen, schlägt es um ins Ungemach für den Essenden. Egal, ob man sich für das Schälen entscheidet oder für die Variante, sie in Spalten zu zerteilen (für beides ist ein scharfes Messer empfohlen): Es suppt und klebt. Clevere Orangenfreunde führen daher stets ein Päckchen Feuchttücher mit sich. Doppelter Trost: Das Vitamin C stärkt Immunkräfte des Verzehrenden, der Orangenduft macht Mitreisende glücklich. Und Glücklichsein stärkt ebenfalls: das Immunsystem. 
 

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