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Mettbrötchen

Von:
Lesezeit: 1 Minuten
Getty Images

Dies ist auch ein Text für Vegetarier, versprochen. Auch wenn wir zunächst eines klären müssen: Mett ist Hackfleisch vom Schwein, roh und gewürzt, demnach unbedingt frisch zu verzehren. Diese Masse, auch Hackepeter genannt, wird auf eine Brötchenhälfte geschmiert und mit Zwiebeln garniert, bitte in Ringen, nicht in Würfeln. Die oberen Zähne zerschneiden die Zwiebel, dabei knackt und spritzt es, sie dringen ins darunterliegende kalte, weiche Mett, von unten krachen die Zähne durch die Brötchenkruste. Zweimal kauen, schon vermischen sich die Zutaten im Mund zu einer Instantbulette, frisch und scharf.

Wir dokumentieren das so präzise, weil das Mettbrötchen auszusterben scheint. Eine Stichprobe rund um einen Fernbahnhof ergab: Nur eine von sechs Bäckereien bot sie feil (leider mit Zwiebelwürfelchen, was das Biss­erlebnis schmälerte). Die Abkehr von der Bauarbeitermarmelade mag gute Gründe haben. Wir essen gesünder, möchten Mitmenschen den Mundgeruch und die Mettreste zwischen den Zähnen ersparen. Umso lobenswerter, dass ein veganer Metzger aus Frankfurt am Main eine fleischlose Mettvariante erdachte, namens Hackepetra. Kleines Manko für Nostalgiker: Nichts bleibt zwischen den Zähnen hängen.

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