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Joris

Der Musiker spricht am Hauptbahnhof Berlin übers Touren mit BahnCard und Songschreiben im Zug

Von:
Lesezeit: 2 Minuten
Joris
Maximilian Mann für DB MOBIL

Joris, woher kommen Sie gerade?

Aus Dortmund, von einem Dreh für eine Kampagne von SOS-Kinderdorf, die mir sehr am Herzen liegt. Alle 13 Minuten muss ein Kind zu seinem Schutz aus seiner Familie geholt werden. Das ist erschreckend, daher möchte ich dem Thema gemeinsam mit anderen Prominenten Aufmerksamkeit verschaffen.

Als Musiker sind Sie viel auf Tour – auch mit der Bahn?

Ja, so oft es geht. Ich kaufe meiner Band und Crew jedes Jahr BahnCards, weil wir Inlandsflüge vermeiden wollen.

Fahren Sie 1. oder 2. Klasse?

Früher bin ich immer in der 2. Klasse gefahren, aber seit drei Jahren habe ich eine BahnCard für die 1. Klasse.

Weil Sie dann weniger angesprochen werden?

Ich komme dort besser zur Ruhe. Obwohl mich sogar in der 1. Klasse mal eine Frau geweckt hat, weil sie ein Selfie mit mir wollte. Danach fragte sie mich, ob es mich eigentlich stören würde, ständig angesprochen zu werden. (lacht)

Ist Ihnen in der Bahn schon einmal eine gute Idee für einen Song gekommen?

Ja, schon oft. Für die Show „Sing meinen Song“ schrieb ich gerade erst im Zug eines meiner Lieder um, nachts von Mannheim nach Berlin.

Welche Zugfahrt werden Sie nie vergessen?

Die nach unserem Tourauftakt 2018. Nach einer Doppelshow in Stuttgart ging es am nächsten Tag nach Hamburg. Wir hatten einen Wagen nur für uns. Noch euphorisiert vom Vorabend ließen wir die Auftritte Revue passieren, die Stimmung war ausgelassen wie auf einer Klassenfahrt. Ich war total übermüdet, aber trotzdem einfach glücklich.

Für viele Monate pausiert das Touren nun. Wie halten Sie das aus?

Das ist nicht leicht, aber immerhin habe ich einige Onlinekonzerte gegeben. Etwa um Spenden für die „Black Lives Matter“-Bewegung zu sammeln. Und ich habe bei geöffneter Balkontür in meiner WG „Ode an die Freude“ auf dem Klavier gespielt.

In diesem Monat erscheint Ihr drittes Album. Welche Themen haben Sie bewegt?

Es geht ums Stolpern und Wiederaufstehen im Leben. Dieses Auf und Ab der Gefühle erleben wir ja gerade alle. Aber zum Glück auch, wie wir uns gegenseitig motivieren können, positiv an die Dinge heranzugehen. Ich war schon als Kind ein Träumer und bin es bis heute geblieben.

Grübler am Piano

Joris Buchholz, 31, ist Sänger, Liedermacher und Pianist. Er stammt aus Stuhr-Brinkum bei Bremen und lebt in Berlin. Seine Single „Herz über Kopf“ erreichte 2015 Platinstatus. Am 16.4. erscheint sein drittes Studioalbum „Willkommen Goodbye“ voller nachdenklicher und hoffnungsvoller Popsongs.

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