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Vier Fakten: Internet vs. Innenstadt

  • 51,4 Am liebsten shoppen die Deutschen Bekleidung. 51,4 Milliarden Euro gaben sie 2017 dafür aus. 8,8 Milliarden davon im Netz.

  • 32800 Quadratmeter groß ist das N30 in Leipzig. Ein altes Karstadt-Gebäude, das nun mit kleinen Läden, Büros und Restaurants gefüllt werden soll.

  • 50 Die Kaufhaus-Giganten in den Innenstädten sterben aus: Ganze 50 Standorte musste Galeria Karstadt Kaufhof im Jahr 2020 schließen.

  • 42,1 Prozent reduzierte sich der Umsatz deutscher Kaufhäuser von 1999 bis 2019. Online verdoppelten sich die Umsätze im selben Zeitraum.

Mein liebstes Stück Deutschland

Die Lieblingsorte unserer Reise-Community

Hamburg

Am Hamburger Elbufer liegt eine futuristische Superyacht aus Glas und Stahl, die jeder betreten darf: Dockland nennt sich das schiffsförmige Bürogebäude mit sechs Stockwerken und einem begehbaren Dach. Die 136 Stufen, die hinaufführen, eignen sich perfekt fürs tägliche Wadentraining. Oben angekommen wird man mit einem Ausblick auf die Hamburger Skyline samt Elbphilharmonie belohnt. 

2006 schon hat das Gebäude in Altona „angedockt“ - zu verdanken haben es die Hanseaten dem Hamburger Architekturbüro Bothe Richter Teherani. Ein Besuch lohnt sich vor allem an lauen Sommerabenden, wenn die Sonne von hier aus betrachtet filmreif hinter den Hafenkränen versinkt. 

Heidelberg

Wer den gut zwei Kilometer langen, teils sehr steilen Aufstieg auf sich nimmt, wird belohnt. Besucher und Heidelberger gleichermaßen begeben sich auf die Spuren von Joseph von Eichendorff, Johann Wolfgang von Goethe und Mark Twain. Und werden beim Anblick des „Heidelberger Dreiklangs“, also des Zusammenspiels aus Neckar, Altstadt und den umliegenden Bergen, vielleicht sogar selbst zu Dichtern. Der Philosophenweg gilt mit seinen umliegenden Gärten nicht ohne Grund als einer der schönsten Spazierwege Deutschlands

Benannt nach Studenten der Ruprecht-Karls-Universität verdankt der Philosophenweg seinen Namen aber nicht den großen Denkern, sondern den Studenten. Als die Ruprecht-Karls-Universität 1386 gegründet wurde, gehörte Philosophie noch zum Grundstudium, daher die synonyme Verwendung von Student und Philosoph. Die Jungspunde sinnierten dort aber wahrscheinlich nicht über die atemberaubende Aussicht auf den Neckar, sondern erfreuten sich an ihrer meist weiblichen Begleitung.

Gohrisch

Im Elbsandsteingebirge, am Fuße des Felsens Gohrisch, befindet sich der gleichnamige Ortsteil auf einer geschützten Hochebene links der Elbe. Umgeben vom malerischen Grün der Nationalparkregion Sächsische Schweiz können Besucher die Vorzüge der Umgebung genießen. 

Auf attraktiven Wanderrouten verteilen sich Höhepunkte der Region, etwa das Dammwildgehege und die mächtigen Sandsteinblöcke am Papststein. Das Wanderwegenetz wird jedem Anspruch gerecht, die „Klimaterrainwege“ sind in drei Leistungskategorien unterteilt und dienen einer speziellen Form der Bewegungstherapie. An zahlreichen Ruhebänken und Rastplätzen lässt sich das Naturpanorama genießen, auf den Lernpfaden kann man außerdem mehr über die Kulturlandschaft erfahren. Entlang des Elbradwegs gibt es zahlreiche Ortschaften, die zum Verweilen und Genießen einladen. In unmittelbarer Nachbarschaft liegen die markanten Tafelberge Lilien- und Pfaffenstein, die den Blick über das Reich der Steine ergänzen.

24 Stunden in Baden-Baden

24 Stunden in ... Baden-Baden

Zum ersten Mal in der Stadt? Kommen Sie mit. Unser Autor Uwe Pütz entdeckt Baden-Baden.

Hinweis: Die derzeit geltenden Corona-Regelungen von Bund und Ländern unterstützen wir vollumfänglich und hoffen darauf, dass auch ein touristischer Besuch Baden-Badens bald wieder möglich ist.

Die Beckhams in Baden-Baden – die Nachricht hatte mich verblüfft. Was verschlug das Promi-Paar, das keinen Trend verschläft, im Herbst in die Badener Provinz? Flucht vor Corona? Gab es sonst auf der Welt keine hochglanztauglichen Wellness-Spots mehr, an denen man sich verjüngen kann? Oder hatte ich den Kurort südlich von Karlsruhe nur falsch abgespeichert – als Paradies für Rentner, die mit viel Schampus und PS dem Altwerden entfliehen?

In der Tourismuszentrale kann man das Vorurteil nicht mehr hören. Lieber verweist man auf einen Artikel in der „New York Times“, der Baden-Baden in einem seligen Zustand „zwischen Belle Époque und Instagram“ verortet.

Was sollte das heißen? Und weshalb besuchen 1,1 Millionen Gäste pro Jahr eine Stadt mit im Kern 17 000 Einwohnern?  „Sie denken zunächst an Spa und Casino, dann entdecken sie, wie schön es hier ist“, sagt Stadtführerin Marion Hoffmann, als wir zum Rundgang aufbrechen. Schon im 19. Jahrhundert zog der Ort Prominenz aus Politik und Kultur an. Wegen der Thermalquellen, die einst die Römer entdeckt hatten. Brahms und Clara Schumann, Gogol und Dostojewski sollen in der Wandelhalle am Ortseingang zur Konversation an ihrem Fitnessdrink aus tiefen Erdschichten genippt haben. Die Erzählung von Baden-Baden als Jungbrunnen lockt bis heute Scheichs, Oligarchen und Prominente wie die Beckhams an, die hier vorzugsweise im Brenners Park Hotel logieren.

Prachtvolle Fassaden säumen den Weg ins Zentrum. Die Opulenz der vielen Baustile, Kennzeichen der Belle Époque im 19. Jahrhundert, die Kolonnaden und Confiserien, Parks und Grand Hotels bilden die Kulisse für diese Stadt, in der der Traum vom ewigen Wohlstand wahr geworden zu sein scheint. Wo bin ich hier? In einem Sehnsuchtsort für Menschen, die zwischen Flaniermeilen und Edelboutiquen, prachtvollen Bädern und Cafés ihren Alltag vergessen wollen? Alles hier fühlt sich so behaglich an, und alles hat einen etwas höheren Preis. Nur: Wo ist das neue Baden-Baden?

Im Hotel „Roomers“ werde ich fündig. Kein Plüsch, dafür ein eher kühles Interieur. Und eine Rooftop-Bar – Grüße nach New York –, die tatsächlich Instagram-Motive liefert. So wie das Restaurant „The Grill“ neben dem Casino und der Bernstein-Club.

Doch das Neue zeigt sich eher zaghaft in Baden-Baden, das bis heute von seinem alten Glanz lebt. Protz begegnet einem hier selten, dafür betritt man eine wattierte Welt, die am meisten dadurch überrascht, dass es sie auch im 21. Jahrhundert noch gibt. Hier tauche ich gern ab.

Nicht verpassen

Das Museum Frieder Burda mit Kunst von Picasso bis Gerhard Richter. Berühmt für seine Akustik ist das Festspielhaus. Köstlich: Kuchen im Café König und Sushi im The Grill. Musik mit Dinner beim Jazzfestival vom 18. bis 20.3.21 im Kurhaus.*  baden-baden.de

*Einschränkungen möglich aufgrund der aktuellen Lage

Hotel-Tipp

Vienna Townhouse Batchari****, zentral gelegen. Eine Ü/F im DZ ab 64 € pro Person (Leistung: 900650). An vielen Terminen 5 % Frühbuchervorteil und Sparangebot 3=2.* Beratung und Buchung unter Tel. 06172/109-688 oder ameropa.de/dbmobil