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Spiel dich schlau

Swipen, klicken, Knöpfe drücken: Mit Smartphones und Computern verbringen wir unser halbes Leben – und trotzdem verstehen wir nicht alles, was wir da tun. Mit Begriffen wie Big Data oder Blockchain kann die Mehrheit der Deutschen immer noch nicht viel anfangen. DB MOBIL empfiehlt sechs Apps, die gegen die digitale Bildungslücke aufschlauen

Von:
Kelly Knox / Stocksy United

Die Digitalisierung beeinflusst unseren Alltag stärker als je zuvor. Seit dem Durchbruch des Internets in den 1990er-Jahren ist das Netz ein immer wichtigerer Teil unseres Lebens geworden – und die Corona-Pandemie hat diesen Effekt noch beschleunigt. Es ist aber auch kein Wunder, dass wir so gern so viel Zeit online verbringen: Im Netz haben wir Zugang zu unbegrenztem Wissen, wir treffen hier Gleichgesinnte, tauschen uns aus, verdienen Geld. Wir lesen hier, was Experten sagen und schreiben, wir lachen über Katzenvideos und lauschen unseren Vorbildern in Podcasts. Smartphones und Computer begleiten uns mittlerweile bei fast allem, was wir tun: Beim Arbeiten, beim Joggen durch den Wald und beim Musikhören im Zug. Das gilt für fast alle Altersklassen und besonders für Jugendliche, die mit den neuen Medien aufgewachsen sind. Mit 57,7 Millionen Menschen benutzen fast 70 Prozent aller Deutschen ein Smartphone. Von den 14- bis 19-Jährigen sind es sogar 97,3 Prozent. Und die meisten Bundesbürger können ihre Geräte im Schlaf bedienen.

Leider bedeutet das nicht automatisch, dass jeder auch besonders fit im Umgang mit digitaler Technologie ist. Die Zahl der Verbrechen, die im oder mit Hilfe des Internets begangen werden, steigt kontinuierlich. Die Wissenschaft bemängelt eine fehlende Digitalkompetenz bei vielen Nutzern, Datenschützer warnen vor Hackern, Phishing und fahrlässigem Umgang mit persönlichen Daten. Kurz: Wir alle haben noch viel zu lernen.

Ein willkommener Anlass, um die „Initiative Digitale Bildung “ ins Leben zu rufen. Die Initiative beinhaltet verschiedene Handlungsfelder, die die Kompetenzentwicklung in unserer digital geprägten Welt fördern sollen. Ziel ist es, möglichst vielen Menschen nahe zu bringen, wie eine digitale Gesellschaft eigentlich funktioniert, was auf Servern und Breitbandleitungen abläuft und was sich hinter Begriffen wie zum Beispiel Big Data, Cybergrooming und Algorithmus verbirgt.

Den Auftakt bildet eine neue Lern-App zum Thema Datentechnologien – siehe im folgenden Punkt 1. Ihr Vorteil: Das zu vermittelnde Wissen ist in leicht konsumierbare Häppchen aufgeteilt, wird in spielerischer Form und ohne erhobenen Zeigefinger vermittelt, und man kann sich auch gut mal zwischendurch, am Bahnsteig oder in der Mittagspause konsumieren. DB MOBIL empfiehlt diese und fünf weitere Programme für Smartphone oder Rechner, die uns spielend schlauer machen:

1. Die digitale Stadt

Die App „Stadt | Land | DatenFluss“ erklärt verschiedene Aspekte von datenbasierten Technologien. Die „Welt“ in der App besteht aus einer liebevoll illustrierten Stadt, jedes Viertel steht für einen anderen Themenkomplex wie zum Beispiel Mobilität, Gesundheit oder Arbeit. Je weiter der Spielende sich durch Texte, Hörstücke und Rätsel klickt, desto größer wird die Sphäre, die erkundet werden kann. Hinter der Entwicklung steht der Deutsche Volkshochschul-Verband, unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

www.stadt-land-datenfluss.de

 

2. Sicherheit für Kinder

Cybergrooming ist eine Gefahr, die leider überall im Internet lauert. Der Begriff beschreibt den Vorgang, wenn Täter sich online mit dem Ziel an Kinder und Jugendliche heranmachen. Wie Cybergrooming funktioniert und wie man sich davor schützt, erklärt die Online-Ausstellung „Klick Clever“. Fünf Lerneinheiten an fünf Tagen behandeln jeden Aspekt dieses heiklen Themas und zeigen einfühlsam, wie sie Gefahren erkennen und Grenzen setzen. Der Kurs wurde vom Verein Innocence in Danger konzipiert und richtet sich an Eltern und ihre Kinder.

www.innocenceindanger.de

 

3. Alles über Datenschutz

In dem Online-Spiel „Data Clash“ dreht sich alles um den Datenschutz. Die einzelnen Level klären auch hier wieder spielerisch darüber auf, warum Apps, Kamerafunktionen oder Emails als Datenfresser gelten. Die Spielenden erfahren, wie Unternehmen Daten sammeln, wie sie damit Geld verdienen und welche Rechte die Nutzer an ihren eigenen Daten haben. Daneben bietet die Website „Deine Daten. Deine Rechte.“, auf der das Spiel zu finden ist, Videos und Lesestücke, die in einfacher Sprache das EU-Datenschutzrecht erklären. Die Website ist ein Projekt des Vereins Digitale Gesellschaft und wird vom Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz gefördert.

www.deinedatendeinerechte.de

 

4. Die Dorkies sind los

2019 besaßen 75 Prozent der 10-Jährigen laut einer Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom bereits ein eigenes Smartphone. Doch es fehlte lange an Computerprogrammen oder Apps, die dabei helfen, schon im Grundschulalter Medienkompetenz zu entwickeln. Ines Sura, Juniorprofessorin für Medienpädagogik und Medienbildung an der Universität Greifswald, hat deshalb für Schüler die App „Medienplanet“ entwickelt. Darin führen Außerirdische, die Dorkies, die Spielenden durch die App. Im Medienplanet können Kinder mit Anmoderationen der Dorkies eigene Videos drehen und zu ganzen Sendungen zusammenschneiden. Gleichzeitig werden sie von den Außerirdischen immer wieder zu ihrer Mediennutzung befragt – und beginnen so, ihre Gewohnheiten selbst zu reflektieren.

www.medienplanet.de

 

5. Schlechte Nachrichten

In dem Webbrowser-Spiel „Bad News“ geht es darum, die eigenen Follower mit Falschmeldungen hinters Licht zu führen. Plumpe Lügen führen zu Punkteabzug, geschickt aufgemachte „Fake News“ lassen die Gefolgschaft wachsen. So lernt man viel über die Dynamik hinter Falschmeldungen und Desinformation im Netz. Wegen der Inhalte der Nachrichten, die teilweise Katastrophen vermelden, eignet sich das Spiel nicht für Jugendliche unter 15 Jahren. Entwickelt wurde das grafisch sehr ansehnliche Spiel von der niederländischen Organisation DROG, die sich auf Medienkompetenz-Spiele spezialisiert hat.

www.getbadnews.de

 

6. Seid nett zueinander

Bloßgestellt, beleidigt, ausgegrenzt oder belästigt: Menschen werden auf verschiedene Weise im Netz gemobbt. In der sechsteiligen Webserie „Wake Up!“, die wie eine Social-Media-Story gestaltet ist, wird Jugendlichen gezeigt, wie Cybermobbing aussehen kann. Außerdem wird beispielhaft präsentiert, wie man auf Angriffe im Netz reagiert und sich dagegen wehrt. „Wake Up!“ ist ein Projekt von O2 und wurde zusammen mit dem Verein für Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter e.V. und der Bildungsagentur YAEZ umgesetzt.

www.edustories.de

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