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14 Hausmittel gegen den Corona-Blues

Zu Hause hocken nervt! Vielen Familien und Paaren wird es dort so langsam zu eng, unter Alleinlebenden macht sich oft Einsamkeit breit. In Kurzarbeit vergeht die Zeit quälend langsam, im Homeoffice mit Kindern dagegen hat man nie genug davon. Wir haben Ideen gesammelt, die ein wenig Heiterkeit verbreiten

Von:
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Normalerweise gilt: mit Essen spielt man nicht. Aber während eines Lockdowns darf man vielleicht mal eine Ausnahme machen

1. Malen mit Metern

Droht der Lagerkoller in der eigenen Wohnung, bleibt meist nur ein Spaziergang als erste Hilfe. Viele kennen inzwischen jeden Baum und jedes Haus entlang ihrer gewohnten Pfade. Schaffen Sie sich selbst Anreize, mal woanders abzubiegen, indem Sie ihre Wege aufzeichnen. Das geht beispielsweise mit der App Strava (www.strava.com, für iOs und Android). Gelingt es Ihnen, Symbole wie ein Herz mit Ihren Schritten in die Karte zu zeichnen? 

 

2. Nur für den Kick

Zwar löst eine Banane nicht direkt Gute-Laune-Stürme aus, aber Obst hebt auf Dauer die Stimmung: Einer Studie aus Australien zufolge stieg die Stimmung der Teilnehmer, die über zwei Jahre hinweg mehrere Portionen Obst und Gemüse täglich aßen, im selben Maß wie die von Arbeitslosen, die einen neuen Job gefunden haben. Wenn es unbedingt ein schneller Kick Freude sein muss, sollten Sie es mit etwas Scharfem versuchen, einer Chilischote zum Beispiel. Weil Schärfe kein Geschmack ist, sondern einfach nur Schmerz, regt sie die Ausschüttung von Endorphinen an, auch bekannt als „High Pepper Effect“.

 

3. Streaming mit Strategie

Sie wissen langsam nicht mehr, was Sie noch gucken sollen? Suchen Sie sich strategisch Inspiration, indem Sie beispielsweise die kommerziell erfolgreichsten Filme vergangener Jahrzehnte (mal wieder) gucken: Aus den Neunzigern beispielsweise „Titanic“ (fast 2,5 Milliarden Dollar Einspielergebnis) oder aus den 2000er-Jahren „Avatar“ (fast 2,8 Milliarden). Oder Sie schauen den Film, der in Ihrem Geburtsjahr den Oscar gewann. Oder suchen Sie nach Filmen mit Protagonisten, die Ihren Vornamen tragen (Kevin ist beispielsweise ein Top-Vorname für diese Auswahlstrategie). Nehmen Sie sich die Filmografie einer Schauspielerin oder eines Schauspielers vor. Wählen Sie dabei jedoch Ihrer verfügbaren Zeit angemessen – grob überschlagen bringt es beispielsweise Leonardo DiCaprio auf gut 60 Spielfilmstunden. Wenn Ihnen das alles zu aufwendig ist, schauen Sie doch einfach mal wieder „Friends“. 

 

4. Einzelzimmer mit Mehrblick

Sie haben sich an Ihrer Wohnung sattgesehen? Versuchen Sie doch mal, Ihre Möbel bewusst mit anderen Augen zu betrachten, indem Sie auch auf das allerkleinste Detail achten. Studieren Sie die Maserung eines Holztisches, betrachten Sie die Wollmäuse unter dem Bett, bevor Sie sie wegsaugen. Sollten Sie auf die Idee kommen, Ihre Entdeckungen niederzuschreiben, reihen Sie sich damit unter die Autoren eines feinen, kleinen Literaturgenres ein: Ende des 18. Jahrhunderts schrieb der Franzose Xavier de Maistre seine „Reise um mein Zimmer“ auf – und trat damit eine Art literarischen Mikro-Reisetrend los.

 

5. Erst der Job, dann die Jogginghose

Zwischen Arbeit und Freizeit fehlt im Homeoffice oft die räumliche Trennung. Das macht es schwer, die Gedanken vom Job zu lösen. Verbinden Sie Ihren Feierabend daher mit einem Ritual: dem Wegräumen der Arbeitsutensilien, einem Gang um den Block oder einfach nur mit Zähneputzen, um mit frischem Atem ins Privatleben zu starten. Wenn Sie abends einen Film auf demselben Rechner schauen wollen, auf dem sie tagsüber arbeiten: Denken Sie daran, das Mailprogramm zu schließen! Andersherum können Sie sich auch im Homeoffice auf einen konzentrierten Arbeitstag einstellen: mit formeller Kleidung. Sie müssen natürlich nicht so weit gehen wie Thomas Mann, der seine Romane stets im Anzug samt Fliege geschrieben haben soll. Aber amerikanische Wissenschaftler konnten schon vor Corona in Experimenten nachweisen, dass Probanden in förmlicher Kleidung in kognitiven Tests besser abschnitten als die Kontrollgruppe im Schlabberlook. Abends kann man sich dann umso mehr darauf freuen, endlich wieder in die Jogginghose zu schlüpfen.

 

6. Von der Nase in den Mund

Für eine schnelle Erheiterung brauchen Sie nur einen Teelöffel. Hauchen Sie dessen Laffe – also die Vertiefung für die Flüssigkeit – leicht an und pappen sie so auf Ihre Nase, dass der Stiel vor dem Mund herunterhängt. Versuchen Sie nun, das Besteck mit der Zunge in ihren Mund zu angeln. Sieht lächerlich aus, fühlt sich aber witzig an – und vertreibt verlässlich erste Anflüge schlechter Laune.

 

7. Der Schatz im Übertopf

Schnitzeljagd in den eigenen vier Wänden? Na klar! Selbst kleine Wohnungen bieten genug Verstecke dafür: In der Ecke hinter der ewig offenen Wohnzimmertür, hinterm Vorhang in der Dusche oder im Übertopf der Zimmerpflanze. Lotsen Sie Kinder, Partner oder Mitbewohner mit den Sprachbefehlen „warm“ und „kalt“ durch die Wohnung zum Versteck oder machen Sie sich in der digitalen Variante selbst zur Spielfigur, die Ihre Freunde im Videogespräch mit Anweisungen steuern. Und wer weiß: Vielleicht finden Sie dabei ja auch die Tischtennisschläger wieder, die seit Jahren „doch nicht weg sein können“.

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Mit dem passenden Kostüm zum Film wird der Fernsehabend zum Event

8. So waschen sich Wagemutige

Wenn Sie sich an der Monotonie stören, in die Sie das Zuhausebleiben zwingt, machen Sie ganz bewusst kleine Dinge anders. Stellen Sie sich nicht einfach unter die Dusche, sondern lassen Sie das Wasser erst über die eine Körperhälfte fließen, dann über die andere, oder starten Sie die Morgendusche mal von unten. Und setzen Sie sich danach am Küchentisch einfach mal an einen anderen Platz!

 

9. Kurzfristig Ersatz finden

Ein Team um Professorin Merle Fairhurst von der Bundeswehr-Universität München befragt schon seit dem ersten Lockdown Menschen online dazu, was der Verzicht auf körperliche Nähe mit ihnen macht. Viele, die Berührungen vermissen, kompensieren demnach den Mangel durchs Essen (für Inspiration hier entlang). Denn ähnlich wie eine Umarmung von Freunden spricht auch ein leckeres Gericht das Belohnungszentrum im Gehirn an.

 

10. Denken Sie an die da unten

Zwar ersetzt eine Selbstmassage keine Berührungen durch geliebte Menschen – sie tut aber trotzdem gut. Schenken Sie beispielsweise Ihren Füßen ein bisschen Liebe, indem Sie sie nach dem Duschen mit einer Creme massieren. Streichen Sie erst links, dann rechts von oben nach unten und andersherum über Ihre Wade, das Schienbein und den Fuß, massieren Sie in kreisenden Bewegungen die Ober- und Unterseite von den Zehen bis zur Ferse.

 

11. Im guten Geschmack verbunden

Bekannte von Ihnen, die in derselben Stadt wohnen, reiben sich zwischen ihren Jobs im Homeoffice und ihren Kindern auf? Bringen Sie ihnen etwas zu essen vorbei. Auch wenn man die Tupperbox kontaktlos vor der Tür abstellt oder ein Päckchen mit haltbaren Lebensmitteln wie Marmelade, Keksen oder Eingekochtem per Post schickt, wird die Geste Sie verbinden – und danach sehnen sich gerade viele Menschen.

 

12. Tanzgebot

Schütteln Sie zwischendurch die Trägheit ab, indem Sie zu einem Song tanzen, der Ihnen zuverlässig gute Laune macht. Inspiration gefällig? Feiern Sie Ihr Durchhaltevermögen mit „I’m still standing“ von Elton John oder freuen Sie sich auf bessere Zeiten mit „Dolce Vita“ von Ryan Paris.

 

13. In bessere Zeiten reisen

Nutzen Sie schöne Erinnerungen gegen Fernweh: Stöbern Sie durch alte Urlaubsfotos oder rufen Sie Freunde an und schwelgen Sie gemeinsam in Erinnerungen an vergangene Urlaube. Kochen Sie sich ein Gericht, dass Sie an Ihren letzten Urlaub erinnert. Holen Sie sich tropischen Regen oder das Meer mit Spotify-Playlists wie zum Beispiel „Nature Sounds“ ins Wohnzimmer. Erkunden Sie künftige Reiseziele schon einmal mit Google Earth. So rufen Sie sich ins Bewusstsein, dass auch wieder andere Zeiten kommen werden.

 

14. Ruhe für die Rübe

Langeweile hat in den meisten erwachsenen Leben keinen Platz – und sie hat leider auch einen schlechten Ruf. Dabei ist sie für unser Gehirn sehr hilfreich, um aufzuräumen und Raum für neue Ideen zu schaffen. Deswegen sagt man der Langeweile auch nach, sie mache kreativ. Wenn es Ihnen einfach nicht gelingt, negativem Grübeln zu entkommen: weg vom Rechner und ein bisschen tagträumen. Wem das schwerfällt, der sollte versuchen, seinem Gehirn mit einer geführten Meditation ein bisschen Ruhe zu verschaffen. Dafür gibt es Apps wie „Balloon“, „Calm“ oder „Headspace“ und Podcasts wie „Meditation für jeden Tag“ oder „Mindlook“ (beide bei Spotify).

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